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Rennanalyse Grand Prix Belgien

Räikkönen kommt schnell aus den Blöcken

Highlights GP Belgien 2009 Foto: dpa 56 Bilder

Wie konnte Kimi Räikkönen so schnell an die Spitze stoßen? Wer hatte Schuld am Crash in der ersten Runde? Und warum konnte Sebastian Vettel nicht um den Sieg kämpfen? In unserer Rennanalyse klären wir die wichtigsten Fragen aus Spa.

31.08.2009 Tobias Grüner

Hätte Räikkönen auch ohne die Safety-Car-Phase gewonnen?

Für Kimi Räikkönen passte in der Startphase von Spa wirklich alles zusammen. Mit einer weiten Linie in der Spitzkehre und KERS-Power auf der langen Geraden schnappte sich der Finne schon vier Autos, bis zur fünften Kurve. Dann kam das Safety-Car und schob das Feld wieder zusammen. Nach dem Neustart in Runde vier legte sich der Finne auch noch den letzten verbliebenen Gegner zurecht. Fisichella hatte keine Chance, als Räikkönen den Saft der Hybrid-Batterien entlud und unnachahmlich vorbeizog.

Ohne Safety-Car wäre der Angriff auf die Spitze sicherlich etwas schwieriger geworden. "Ich wusste, dass ich schnell an ihm vorbei muss", erklärte Räikkönen anschließend. "Nach unseren Berechnungen, waren wir auf der gleichen Strategie." Fisichella bedauerte das kurze Vergnügen, das Feld anzuführen. "Das war wirklich schade. Mein Auto war ansonsten schneller als der Ferrari. Es war nur das KERS, das den Unterschied gemacht hat."

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali glaubt aber nicht, dass das Safety Car einen entscheidenden Einfluss auf das Resultat hatte: "Das Safety-Car kann immer in beide Richtungen gehen. Mal ist es ein Vorteil, mal ein Nachteil. Ich glaube, das war nicht entscheidend heute. Kimi hätte wohl auch so gewonnen." Das wird man im Force India-Lager vermutlich etwas anders sehen.

Warum gingen Fisichella und Räikkönen gleichzeitig an die Box?

Beobachter rieben sich verwundert die Augen als Räikkönen direkt vor Fisichella zum ersten Tankstopp abbog. Der Ferrari war mit sieben Kilogramm mehr Sprit an Bord eigentlich erst zwei Runden später erwartet worden. "Das ist ein Punkt, den wir uns noch einmal ganz genau anschauen müssen", erklärte Domenicali. "Der Spritverbrauch ist ein wichtiges Thema, vor allem für die nächste Saison." 2010 dürfen die Teams nicht mehr während des Rennens Nachtanken. Dann muss die gesamte Spritmenge schon am Start eingefüllt sein. Jedes Kilo extra muss das ganze Rennen mitgeschleppt werden.

Der parallele Einlauf in Spa hatte aber noch einen anderen Grund. "Ich habe meine Reifen viel aggressiver aufgewärmt als Fisichella", berichtete Räikkönen. "Ich wusste, dass ich mit KERS vorbeikommen kann. Ich musste aber auch die nächste Kurve schaffen." Zum Glück für Ferrari bog der Force India auch zum zweiten Stopp im Windschatten des Ferrari ab. So konnte Fisichella nicht eine Runde frei fahren.

Wer hatte Schuld am Crash in der ersten Runde?

Der Unfall in der "Les Combes"-Passage sorgte nach dem Rennen für einige Diskussionen. Romain Grosjean wies jede Schuld von sich. "Button hat mich rausgekegelt", klagte der Renault-Neuling ausgerechnet den WM-Spitzenreiter an. Der reagierte mit Unverständnis: "Ich habe aus dem Nichts einen Schlag von hinten bekommen. Und dann werde ich auch noch beschuldigt."

Auch Lewis Hamilton und Jaime Alguersuari wurden in den Crash verwickelt. Beide schlugen sich auf die Seite von Button. "Grosjean hat Button vor mir rausgeschoben", meinte der Weltmeister. Alguersuari: "So aggressiv wie der gefahren ist, hätte er die Zielflagge nie gesehen. Schon in der ersten Kurve hat er Buemi einen Stoß verpasst."

Hätte Vettel mit einem besseren Startplatz gewinnen können?

Sebastian Vettel fuhr von Startplatz acht vor bis auf Rang drei. Nach dem Rennen wurde Kritik an Red Bull laut, man hätte die Piloten im Qualifying mit weniger Sprit fahren lassen sollen, um eine bessere Ausgangslage für das Rennen zu erhalten. "Sebastian war nicht zufrieden mit seiner schnellen Runde", erklärte Red Bull-Teamchef Horner. Nach Ansicht von Vettel wäre Platz fünf durchaus möglich gewesen. "Von dort hätte er das Rennen natürlich gewinnen können. Die Strategie war also in Ordnung", so Horner. Vettel pflichtete bei: "Wir haben das Rennen nicht heute verloren, sondern gestern im Qualifying."

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