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Rennanalyse Grand Prix Ungarn

Perfektes Wochenende für McLaren-Mercedes

GP Ungarn 2009 Foto: dpa 51 Bilder

Der Grand Prix von Ungarn brachte eine erstaunliche Entwicklung. Für McLaren hat wirklich alles gepasst. Bei Brawn GP lief dagegen einiges schief. In unserer Rennanalyse zeigen wir, warum sich die beiden Teams in verschiedene Richtungen entwickeln.

26.07.2009 Tobias Grüner

Warum war McLaren-Mercedes plötzlich so schnell?

Für McLaren lief in Ungarn wirklich alles perfekt zusammen. Welches Potenzial in dem Auto steckt, zeigte Lewis Hamilton schon am Nürburgring. Der geplatzte Reifen am Start verhinderte aber da schon ein sehr gutes Resultat. In Ungarn brachten die Silberpfeile dann noch kleinere aerodynamische Verbesserungen, die sich am Ende ausgezahlt haben. Auch für die Hybrid-Technik ist der Hungaroring geeignet: "Die Strecke ist am oberen Ende für unser KERS", erklärte Martin Whitmarsh. "Rund drei Zehntel bringt uns das System hier."

Auch das Layout des Kurses spielte den Silberpfeilen in die Karten. In den vielen engen Kurven konnte der MP4-24 seinen Grip ausspielen. Auf schnellen Strecken wie z.B. Spa wird man erst wirklich sehen, wo der McLaren steht. Zu guter Letzt meinte es auch Reifenausrüster Bridgestone gut mit der Mannschaft um Weltmeister Hamilton. Der reifenschonende Silberpfeil kam optimal mit den beiden weichsten Mischungen im Bridgestone zurecht. "Wir haben schon früh gemerkt, dass die Red Bull da mehr kämpfen mussten", freute sich Whitmarsh anschließend.

Warum war Brawn GP so langsam?

Die beiden Brawn-Piloten sind abhängig von den Temperaturen. Bei bedecktem Himmel entwickelte der Asphalt erneut zu wenig Hitze, um die Gummis ins Arbeitsfenster zu bringen. "Warum wir plötzlich mit den Reifentemperaturen solche Probleme haben, ist mir ein Rätsel", zuckte Button mit den Schultern. Sobald die Sonne einmal den Weg durch die Wolken fand, wurden die Zeiten sofort wieder besser. Wegen der Reifenproblematik verpuffte auch die Wirkung des neuen Aerodynamik-Pakets.

Was lief alles bei den Boxenstopps schief?

Nach dem Rennen klagten nicht weniger als drei weit vorne platzierte Piloten über Probleme bei den Boxenstopps. Den Anfang machte Nico Rosberg. "Wir haben beim ersten Boxenstopp zwei Sekunden verloren. Der Tankschlauch hat beim Aufsetzen geklemmt. Das warf mich hinter Webber und Kovalainen zurück." Zwar ging er auf der Strecke zunächst an Webber vorbei, musste sich mit kalten Reifen schon zwei Kurven später wieder geschlagen geben.

Aber auch Webber klagte über Pech an der Box. Was genau beim ersten Nachtanken passierte, wusste er nach dem Rennen nicht. Teamchef Christian Horner klärte seinen Schützling auf: "Der Mann mit dem Lollipop war wohl etwas euphorisch und gab die Ausfahrt zu früh frei." Zwar konnte sich der Mechaniker noch korrigieren, allerdings verlor Webber bei dem hin und her wertvolle Sekunden. Räikkönen, der parallel zu Webber an die Box ging, lag an der Ausfahrt vor dem Red Bull. Beim Verlassen seiner Box krachte der Red Bull-Pilot beinahe in den Ferrari, wofür es nach dem Rennen eine Verwarnung gab.

Auch Kimi Räikkönens zweiter Boxenstopp dauerte ungewöhnlich lange. "Schon beim ersten Stopp haben wir Probleme mit dem rechten Auspuff bemerkt", erklärte der Pilot. "Deshalb mussten wir beim zweiten Stopp eine andere Vorgehensweise wählen." Es machte am Ende keinen Unterschied, da Räikkönens Vorsprung vor Webber ausreichend groß war. "Es war aber leider nicht schnell genug für den Sieg."

Wie tankte sich Timo Glock so weit nach vorne?

Timo Glock erreichte bisher in jedem Saisonrennen die Top Ten. Auch in Budapest riss die Serie nicht. Von Startplatz 13 aus fuhr der Toyota-Pilot vor allem mit viel Sprit im ersten Stint sehr gute Zeiten. Erst in der 32. Runde kam der Odenwälder auf Rang drei liegend zum Tanken. Als er das erste Mal die Box verließ, hatte er bereits die sechste Position erobert. Mit sehr schnellen Zeiten im Mittelstint konnte er den Punkteplatz problemlos verteidigen.

Wie verlief das Debüt von Jaime Alguersuari?

Mit 19 Jahren hat Jaime Alguersuari wie erwartet einen neuen Rekord als jüngster Grand Prix-Teilnehmer aller Zeiten aufgestellt. Das Ziel lautete einfach nur ankommen. Das wurde am Ende aber härter als erwartet: "Die letzten fünf Runden waren von der physischdn Kondition sehr schwierig für mich", gab das spanische Talent zu. "Ich konnte kaum die Pace halten. Ich habe viel gelernt, aber ich muss sagen, dass es einige Aspekte der Formel 1 gibt, die mich zu dem Gedanken bringen: Scheisse ist das hart."

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