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Rennpace der Silberpfeile

Keiner nimmt Mercedes ernst

Rosberg Hamilton GP Spanien 2013 Foto: xpb 82 Bilder

Zwei Mercedes starten beim GP Spanien aus der erste Reihe. Normalerweise ist das ein Qualitätsbeweis für das Auto. Doch von den Konkurrenten nimmt keiner die Silberpfeile ernst. Alle glauben, dass im Rennen die Reifen in die Knie gehen. Doch das könnte ein Irrtum sein.

11.05.2013 Michael Schmidt

Mit diesem Ergebnis hatten nicht einmal die größten Optimisten bei Mercedes gerechnet. Nachdem Nico Rosberg und Lewis Hamilton in den freien Sitzungen 220 von 240 Minuten aus Sorge um die Reifen lang im Renntrimm trainiert hatten, fällten die Ingenieure eine schwierige Entscheidung. "Wir schenken nichts für eine gute Rundenzeit her. Gutes Reifenmanagement ist wichtiger."

Die Teamleitung bereitete sich bereits auf Schadensmeldungen vor. Co-Teamchef Toto Wolff: "Wir haben mit irgendetwas zwischen Platz vier und Platz acht gerechnet." Es wurde die erste Startreihe daraus. Wie beim GP China 2012. Und die Mercedes-Fahrer sparten dabei noch Reifen. Wie Sebastian Vettel haben Rosberg und Hamilton je drei frische Satz der harten Reifen in der Hinterhand. Das lässt auf die vorläufige Taktik schließen: medium-hart-hart-hart.

Lauda zufrieden mit Schritt nach vorne

Niki Lauda strahlte nach dem Abschlusstraining mit Konzernchef Dieter Zetsche um die Wette. "Ich freue mich wahnsinnig. Zwei Autos in der ersten Startreihe von Barcelona ist im Vergleich zu den Vorjahren wieder eine neue Dimension. Wir hatten zwar bereits zwei Pole Positions in Folge, aber dass jetzt beide Autos vorne stehen, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung." Lauda weiß aber auch: Die Stunde der Wahrheit schlägt am Sonntag.

Nico Rosberg wollte sich nach den Erfahrungen von Bahrain auch nicht übermäßig aus dem Fenster lehnen. Da stürzte er vom ersten auf den neunten Platz ab. "Das Ziel ist es, besser als in Bahrain abzuschneiden. Ich glaube, wir haben aus dem Rennen dort gelernt, wir haben einige Dinge am Auto geändert, und wir glauben, dass wir für das Rennen die richtigen Einstellungen gewählt haben."

Konkurrenz prophezeit Reifenprobleme für Mercedes

Die Konkurrenz sieht es anders. Da sind die Mercedes-Fahrer gar nicht mit auf der Rechnung. Fernando Alonso meinte auf die Frage, wer am Sonntag sein größter Gegner wird: "Räikkönen und Vettel. Sie sind unter Rennbedingungen einfach gefährlicher als die Mercedes. Das hat Bahrain gezeigt. Die Mercedes sind schnell auf eine Runde, haben aber im Dauerlauf Probleme mit den Reifen."

Mark Webber sieht es genauso: "Ferrari und Lotus sind im Rennen stärker als die Mercedes." Und Felipe Massa schiebt hinterher: "Ich glaube nicht, dass Mercedes sein Tempo im Rennen halten kann." Pirelli-Sportchef Paul Hembery will sich dieser Meinung nicht anschließen. "Wenn die Mercedes-Fahrer es schaffen, die ersten zwei bis drei Runden auf ihre Reifen aufzupassen, dann können sie hinten raus auch Tempo machen."

Bahrain ist nicht Barcelona

Ross Brawn und Toto Wolff sehen es als Vorteil, wenn keiner mit Mercedes rechnet. "Beide Fahrer haben drei frische Reifensätze. Das kann sich im Rennen auszahlen. Ob es so sein wird, wissen wir nicht. Mit diesen Reifen ist jede Prognose schwierig. Am Freitag konnten wir uns nicht erklären, warum wir so weit weg waren, und jetzt sind wir überrascht, wie weit vorne wir liegen. Ich schätze, anderen geht es auch so."

Die Reifen bleiben ein Buch mit sieben Siegeln. Rosberg: "Wir wissen, was in Bahrain schiefgelaufen ist. Doch die Probleme von Barcelona sind völlig anders als die von Bahrain. Dort haben die Reifen überhitzt. Hier körnen sie. Alles ist eine Frage, wie lange du dieses Körnen hinauszögern kannst und wie stark es dann kommt."

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