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Formel 1: Strategiefrage in Bahrain

Sebastian Vettel: "Rennen wird Lehrstunde"

Sebastian Vettel Foto: xpb 63 Bilder

Die drei Trainingsschnellsten starten auf weichen Reifen. Doch sind sie auch für den Beginn des Rennens die richtige Wahl? Pole-Mann Sebastian Vettel glaubt: "Das Rennen wird eine Lehrstunde." Nur Adrian Sutil wagte in den Top Ten den Poker mit den harten Reifen.

13.03.2010 Michael Schmidt

Noch sind die neuen Gesetzmäßigkeiten der Formel 1 ein großes Rätsel. Deshalb gingen neun von zehn Fahrern in der Qualifikation auf Nummer sicher. Sie wählten den weichen Gummi. Der bringt je nach Auto zwischen zwei und vier Zehnteln pro Runde. Doch halten die superweichen Sohlen auch im Rennen?

Spannung vor dem ersten Rennen

Sebastian Vettel, Felipe Massa und Fernando Alonso schauten sich bei der Pressekonferenz in die Augen und grinsten sich an. "Wir wissen nicht, was uns morgen erwartet. Das Rennen wird für alle von uns eine Lehrstunde. Früher durften wir nicht sagen, wann wir zum ersten Mal an die Box fahren. Diesmal können wir es nicht sagen. Wir wissen es selbst nicht. Das hängt von der Rennsituation und vom Reifenverschleiß ab."

Felipe Massa fügte hinzu: "Beim ersten Rennen zählt der Startplatz. Wenn neun von zehn Fahrern weich gewählt haben, können wir nichts falsch gemacht haben." Das neue Reglement verlangt, dass sich die Top Ten schon in der Qualifikation auf den Reifentyp festlegen, mit dem sie starten. Es ist der Reifensatz, auf dem sie im Top Ten-Finale ihre schnellste Runde gedreht haben. Nur Adrian Sutil setzte auf hart. Doch Vettel warnt: "Auch der harte Reifen baut ab. Doch der weiche ist in der ersten fliegenden Runde stärker. Deshalb haben wir uns für ihn entschieden."

Wie entwickelt sich die Strecke?

Force India hat folgende Rechnung angestellt: Die ersten zehn bis 15 Runden ist der weiche Reifen schneller. Dann dreht sich das Bild. Da fast alle Teams mit einer Einstoppstrategie planen, stellt sich die Frage, ob der Gripverlust der weichen Sohlen so stark ist, dass die Fahrer mit den harten Reifen bis zum Boxenstopp genügend aufholen können. Und wie wird sich der weiche Gummi dann im Finale bei denen verhalten, die auf hart gestartet sind? Möglicherweise liegt bis dahin soviel Gummi auf der Fahrbahn, dass die weiche Mischung auch in der Haltbarkeit die bessere ist.

"Wir sind bei den Testfahrten nie einen Dauerlauf auf einer Strecke gefahren, die viel Gummi auf der Ideallinie hatte. Deshalb ist es unheimlich schwer, abzuschätzen was morgen passiert", erklärt Pedro de la Rosa. Die Taktik des 14. in der Startaufstellung ist klar: "Ich muss das Gegenteil von dem machen, was die Fahrer in den Top Ten vorhaben. Sonst habe ich keine Chance, in die Punkte zu fahren."

Barrichello mit Platz elf zufrieden

Rubens Barrichello sieht seinen elften Platz als Privileg. Er ist der Erste, der die Reifen frei wählen kann. "Ich bin lieber Elfter bei freier Reifenwahl als Neunter, der sich festlegen muss. Erst ab Platz acht zahlt es sich aus, der Startposition zuliebe mit den Reifen zu pokern." Nico Hülkenberg sieht die Top-Teams mit ihrer Reifenbestückung nicht in Gefahr: "Das sind so gute Autos, die kommen mit beiden Reifentypen zurecht."

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