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Rennstrategie

Kein Rennen à la Montreal in Valencia

Motor Racing - Formula One World Championship - European Grand Prix - Preparation Day - Valencia, Spain Foto: xpb.cc 48 Bilder

Die Opfer des Trainings zum GP Europa können sich moralisch nur am Ergebnis vom GP Kanada aufrichten. Da fuhr Sergio Perez von Platz 15 auf Rang drei. Doch Sebastian Vettel glaubt nicht, dass man dieses Husarenstück in Valencia wiederholen kann.

23.06.2012 Michael Schmidt

Jenson Button, Fernando Alonso, Michael Schumacher und Mark Webber haben am Ende der Qualifikation zum GP Europa lange Gesichter gemacht. Sie starten beim achten Rennen dieser Saison von den Plätzen 9, 11, 12 und 19. Keine verlockende Aussicht, wenn man sich die vier bisherigen Rennen auf dem Valencia Street Circuit vor Augen führt. Da war Überholen ein Kunststück.

Reifenschonende Fahrweise

Aber vielleicht muss man ja auch gar nicht so viel überholen, um von hinten nach vorne zu fahren. Romain Grosjean und Sergio Perez haben vor 14 Tagen in Montreal gezeigt, dass man mit einer alternativen Strategie und reifenschonender Fahrweise schlechte Trainingsergebnisse vergessen machen und am Ende auf dem Podium landen kann.

Sebastian Vettel macht den im Training gestrauchelten wenig Mut. "Valencia lässt sich mit Montreal und Monte Carlo nicht vergleichen. Die hatten einen viel glatteren Asphalt. Da sind wir mit einem Satz Reifen bis zu 50 Runden gefahren. Somit lag auch ein Einstopprennen drin. Das kannst du hier vergessen. Dazu ist der Asphalt viel zu rau, und die Temperaturen sind zu extrem. Wir können happy sein, wenn die Reifen 20 bis 25 Runden halten."

Reifen in der Hinterhand

Fernando Alonso sieht es anders. Muss er auch. Er hat noch zwei frische Satz weiche Reifen und einen der harten Mischung in petto. "Wir müssen morgen Plätze gutmachen. Auch wenn es das Trainingsergebnis nicht zeigt: Wir sind näher an der Spitze als in Montreal. Da fehlten mir in Q2 vier Zehntel zur Spitze. Diesmal waren es nur zwei Zehntel. Deshalb liegt für mich vielleicht noch etwas drin."

Michael Schumacher denkt ähnlich. "Ich habe noch genug neue Reifensätze. Das könnte bei den Temperaturen auf dieser Strecke ein Vorteil sein. Dann will ich auch noch sehen, wer mehr Richtung Qualfikation und Richtung Rennen gearbeitet hat. Ich glaube, wir sind für das Rennen gut aufgestellt." Soll heißen: Schumacher hat sein Auto auf das Rennen hingetrimmt. Also auf Reifenschonen. Und er hat noch zwei weiche Reifensätze und einen der harten Mischung in der Hinterhand.

Einstopp-Rennen schwierig

Mark Webber teilt den Optimismus seiner Leidensgenossen nicht. "Da müsste ich schon mit einer anderen Strategie fahren. Zwei Stopps ist der Normalfall. Wenn ich drei wähle, müsste ich regelmäßig Plätze gutmachen. Können wir vergessen. Also bleibt nur noch ein Stopp als Option. Das werde ich versuchen, aber kein Mensch kann sagen, ob das funktioniert."

Vettel schüttelt den Kopf: "Es würde mich wundern, wenn hier einer mit einem Stopp durchfährt." So sieht das auch Jenson Button: "Hier wird viel aus dem ersten und zweiten Gang beschleunigt. Das generiert Hitze in den Hinterreifen. Ich glaube nicht, dass die Anzahl der Stopps entscheidet, sondern wie man seine Hinterreifen in Schuss hält und wie gut man den Moment erwischt, die Reifen zu wechseln."

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