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Riccardo-Nachfolger gesucht

Wer kommt jetzt zu Toro Rosso?

Carlos Sainz, Felix Antonio da Costa & Daniil Kvyat 2013 Foto: xpb 38 Bilder

Nach der Bekanntgabe des Wechsels von Daniel Ricciardo zu Red Bull, stellt sich natürlich die Frage, wer den offenen Platz bei Toro Rosso bekommt. Gleich mehrere Kandidaten stehen Schlange - darunter nicht nur Red Bull-Junioren.

03.09.2013 Tobias Grüner

Mit der Vertragsunterschrift von Daniel Ricciardo bei Red Bull ist noch längst keine Ruhe auf dem Fahrermarkt eingekehrt. Ein Cockpit ist damit besetzt, und automatisch ein anderes damit frei geworden. Toro Rosso sucht einen Nachfolger für den Australier. "Wir schauen uns alle Optionen an und werden später eine Entscheidung treffen. Es gibt keinen Grund zur Eile", erklärte Toro Rosso-Teamchef Franz Tost nach dem Abgang seines Schützlings.

Felix Antonio da Costa logischer Ricciardo-Nachfolger

Normalerweise rücken bei Toro Rosso automatisch die aussichtsreichsten Kandidaten aus dem Junior-Kader des Brauseherstellers auf. Doch neue Vettels, Ricciardos oder Vergnes drängen sich aktuell nicht gerade auf. Der aussichtsreichste Kandidat des Nachwuchsprogramms heißt Felix Antonio da Costa. Der 22-jährige Portugiese galt lange als Überflieger. Einige wollten ihn sogar schon ohne den Umweg Toro Rosso in den Red Bull setzen.

Doch der Höhenflug des Hoffnungsträgers erlebte zuletzt ein paar herbe Dämpfer. 2012 wurde der Youngster hinter Mitch Evans und Daniel Abt nur Dritter in der GP3. Auch der Wechsel in die Formel Renault 3.5 World Series brachte nicht den erhofften Durchbruch. Trotz der Erfahrung von 14 Läufen im Vorjahr kam Da Costa diese Saison bisher noch nicht richtig in Schwung. Der Titel ist in weite Ferne gerückt. Aktuell nur Rang 5 in der Fahrerwertung.

Trotzdem ist Da Costa immer noch der Favorit auf den Sitz. Bei den F1-Young Driver Tests hat der Mann aus Lissabon schon einige Formel 1-Kilometer sammeln können - unter anderem für Force India und Red Bull. Er wäre die logische Wahl. Und für Red Bull-Berater Helmut Marko ist es wichtig, dass der Nachwuchs aus dem eigenen Stall kommt, um die Junioren-Förderung zu rechtfertigen.

Sainz und Kvyat noch nicht reif für F1-Beförderung

Ein anderer Kandidat aus der Red Bull-Jugend ist Carlos Sainz Junior. Der Sohn des ehemaligen Rallye-Champions saß schon bei den Young Drivers Tests in Silverstone im Juli im Toro Rosso - und hinterließ offenbar einen guten Eindruck. Mit gerade einmal 19 Jahren ist er aber noch zu jung. Mit sehr inkonstanten Ergebnissen in der GP3 drängt auch er sich nicht gerade auf.

Gleiches gilt auch für Daniil Kvyat. Beim Young Driver Test in Silverstone durfte auch der Russe im Toro Rosso erste Formel 1-Luft schnuppern. Aber mit 19 Jahren ist auch der Mann aus der fernen Region Baschkortostan noch zu grün hinter den Ohren. Allerdings sorgte der Rohdiamant zuletzt immer wieder mit guten Auftritten in der Formel 3 oder der GP3 für Aufsehen.

Felipe Nasr klopft bei Toro Rosso an

Sollte es am Ende doch keiner aus dem Red Bull-Nachwuchsprogramm werden, hätte wohl Felipe Nasr die besten Karten. Der Brasilianer ist mit 21 Jahren nicht zu jung, besitzt aber auch noch Entwicklungspotenzial. Mit aktuell Platz 2 in der GP2-Serie konnte er zuletzt regelmäßig beweisen, dass sein Speed stimmt. Dazu wird aus seiner Heimat Brasilien berichtet, dass bei einem Wechsel in die Formel 1 ordentlich Sponsoren-Geld fließen könnte. Sein Management habe schon an einige Türen im Fahrerlager geklopft, heißt es.

Toro Rosso ist zwar nicht auf eine Mitgift angewiesen, aber ablehnen würde Mateschitz den kleinen Bonus zum Teambudget sicher auch nicht, wenn das Gesamtpaket stimmt. Nasrs Problem ist aber der fehlende Bezug zum Red Bull-Juniorprogramm. 2011 gab es für den damaligen Meister der englischen Formel 3 ein Angebot von Marko. Doch Nasr entschied sich lieber für einen Vertrag bei Räikkönen-Manager Steve Robertson.

Nico Hülkenberg als Absicherung?

Einige Experten im Fahrerlager sehen auch Nico Hülkenberg als Kandidaten für das Cockpit bei Toro Rosso. Sollte bei Ferrari, Lotus oder Force India kein Platz frei werden, bliebe das Red Bull-Juniorteam als Ausweichlösung. Diese Variante wäre sowohl für Red Bull als auch für den deutschen Piloten verlockend. Sollte Ricciardo nicht wie gewünscht einschlagen, hätte man noch einen erfahrenen Mann in der Hinterhand.

Für Hülkenberg selbst wäre Toro Rosso die Möglichkeit zum Red Bull-Einstieg durch die Hintertür. Könnte der Rheinländer das Duell gegen Vergne deutlich für sich entscheiden, bliebe den Red Bull-Bossen kaum eine andere Chance als die Beförderung. Besser als ein Verbleib bei Sauber wäre Toro Rosso allemal für Hülk. Der Wechsel wäre also zumindest in der Theorie nicht unlogisch. Allerdings ist es praktisch nur schwer vorstellbar, dass Marko einen erfahrenen Nicht-Red Bull-Piloten in sein F1-Ausbildungslager holt.

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