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Ricciardo froh über Renault-Ende

"Hauptsache besser als in diesem Jahr"

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Singapur - 17. September 2015 Foto: xpb 61 Bilder

Der GP Singapur könnte für Red Bull das beste Rennen des Jahres werden. Weil die Defizite des Renault-Motors auf den 5.065 Metern des Marina Bay Circuits am wenigstens ins Gewicht fallen. Daniel Ricciardo freut sich auf das Rennen und die Zukunft. Die Ära nach Renault.

17.09.2015 Michael Schmidt

Der Grand Prix von Singapur ist das Rennen der Chassis-Fraktion. Der Motor spielt auf dem winkeligen Stadtkurs nur eine untergeordnete Rolle. Weil die Fahrer 24 Prozent der Rundenzeit auf der Bremse stehen, liefert der Elektromotor zuverlässig über die ganze Runde Kraft. Die normalerweise von ihrem Motor im Stich gelassenen Teams sehen deshalb ihre große Chance. Und das sind Red Bull, Toro Rosso und McLaren.

Red Bull wird sich hinter den unbezwingbaren Mercedes mit Ferrari um Platz 2 schlagen. Daniel Ricciardo prophezeit einen harten Kampf. "Hier wird mit maximalem Abtrieb gefahren. Das kommt uns normalerweise entgegen." Für den Australier ist das Nachtrennen durch die Stadt der zweite Heim Grand Prix. "Hier kommen immer viele Aussies her."

Ein besseres Chassis holt nicht 1,5 Sekunden auf

Der WM-Dritte des Vorjahres stand in diesem Jahr erst ein Mal auf dem Podium. Singapur ist im Restprogramm eine der wenigen Chancen, diese Zahl zu erhöhen. Insgeheim freut sich Ricciardo, dass die Ära Renault für Red Bull zu Ende geht. "Mir ist es egal, welchen Motor wir nächstes Jahr kriegen. Hauptsache besser."

Offiziell ist die Ehe zwar noch nicht geschieden, doch seit Renault-Präsident Carlos Ghosn auf der IAA die Trennung angekündigt hat, traut man sich bei Red Bull schon vorsichtig über die Zukunft zu reden.

Auf die Frage, ob es mit Ferrari- oder Mercedes-Motoren weitergeht, will sich der dreifache GP-Sieger nicht festnageln lassen. "Wichtig ist, dass wir in der Lage sind, wieder vorne mitzufahren. Ich will 2016 öfter auf dem Podium stehen als in diesem Jahr."

Dass er zum Gewinnen aber vermutlich einen Mercedes-Motor braucht, weiß auch Ricciardo. "Wenn es denn ein Ferrari wäre, dann stehen wir sicher besser da als in diesem Jahr. Dort, wo der Unterschied aber eineinhalb Sekunden zu Mercedes beträgt, wäre es naiv zu glauben, dass ein besseres Chassis diese Lücke schließt. Vor allem, weil dir auch keiner sagen kann, ob mit mehr Power nicht auch neue Probleme mit dem Auto dazukommen."

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