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Ricciardo holt WM-Punkt

Ein Schritt Richtung Red Bull

F1 Grand Prix of Belgium - Race Foto: Peter Fox 66 Bilder

Red Bull hält sich mit der Bekanntgabe des zweiten Piloten für 2014 noch zurück. Daniel Ricciardo machte mit seinem zehnten Platz beim GP Belgien weiter Werbung für seine Person. Der Australier verbesserte sich im Rennen um neun Positionen.

26.08.2013 Michael Schmidt

Mark Webber konnte das Wasser nicht halten. Als der neunfache GP-Sieger gefragt wurde, wer sein Nachfolger würde, da meinte er mit einem Augenzwinkern, dass die Wahl eine gute Nachricht für Australien sei. Damit konnte nur sein Landsmann Daniel Ricciardo gemeint sein.

Der Australier im Toro Rosso wand sich verlegen um eine Antwort: "Vielleicht weiß Mark mehr als ich. Er prescht gerne mit seinen Prognosen vor. Mal hat er recht, mal nicht. Ich hoffe natürlich, dass er diesmal ins Schwarze getroffen hat, glaube aber erst daran, wenn ich meine Unterschrift unter den Vertrag setze." Ricciardo wird sich gedulden müssen, bis Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz aus seinem Urlaub zurückkehrt. Der ist für vier Wochen in die Südsee abgetaucht.

Ricciardos Sprung von 19 auf 10

Mit seinem Rennen beim GP Belgien machte der Toro Rosso-Pilot einen weiteren Schritt Richtung Red Bull-Verpflichtung. Ricciardo verbesserte sich um neun Positionen. Den 19. Startplatz hatten ihm seine Strategen eingebrockt. Toro Rosso zog im Q1 zu früh frische Intermediates auf und verschlief, dass Marussia und Caterham mit Slicks pokerten.

Zu Beginn des Rennens sah Vettels neuer Teamkollege noch nicht aus wie einer, der nach 44 Runden in den Punkterängen landet. Ricciardo dümpelte lange auf Platz 16 herum. "Der Anfang war zäh. Mit den harten Reifen kam ich nicht auf Speed. Und ich hing im Verkehr fest. Da war schon klar, dass wir einen langen ersten Stint brauchen würden, um nach vorne zu kommen."

Zwischen einem und zwei Boxenstopps

Ricciardos Rennen begann ab der 17. Runde. "Mit der weicheren Gummimischung lief es wie geschmiert. Ich bin auch mit dem zweiten Reifensatz lange draußen geblieben, um mir die ganzen Leute wieder zu holen, die versucht haben, an uns mit frühen Boxenstopps vorbeizukommen."

"Die Box hat mich während des zweiten Stints sogar gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, mit den Reifen zu Ende zu fahren. Ab da rechnete ich mit einem Einstopp-Rennen. Erst als das Kommando kam, dass ich Attacke machen soll, wusste ich, dass wir doch noch ein zweites Mal stoppen würden."

Entscheidend bei der Aufholjagd war der gewonnene Zweikampf mit Pastor Maldonado in Runde 21. "Ich kam ewig nicht an ihm vorbei, weil die Williams so schnell auf der Geraden waren. Deshalb habe ich ihn mir in Kurve 8 geschnappt, wo er es nicht erwartet hat."

Sutil in Reichweite

Ab der 38. Runde fuhr Ricciardo auf Punktekurs. Da trennte ihn nur noch Sergio Perez vom zehnten Platz. Drei Runden lang studierte der 24-Jährige aus Perth das Heck des McLaren. "Dann habe ich mir Perez mit DRS auf der Geraden geschnappt. Er kam allerdings gleich wieder in meinen Windschatten. Deshalb musste ich mein Auto vor der Kurve etwas breit machen."

Der WM-Punkt war ein schöner Lohn für ein gutes Rennen. "Wenn das Rennen ein bisschen länger gedauert hätte oder ich etwas weiter vorne gestartet wäre, hätte ich mir auch noch Sutil geschnappt." Der Rest ist Warten. Auf einen Telefonanruf vom Chef.

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