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Ricciardo kennt die erste Startreihe

"Mercedes ist eine andere Dimension"

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1-Test - Barcelona - 28. Februar 2015 Foto: xpb 25 Bilder

Daniel Ricciardo lässt keinen Zweifel offen, wer sein Favorit ist. Für ihn stehen in Melbourne zwei Mercedes in der ersten Startreihe. Im Rennen dürfte der Abstand auf die Silberpfeile geringer ausfallen. Das zeigte ein Longrun des Australiers am vorletzten Testtag von Barcelona.

28.02.2015 Michael Schmidt

Daniel Ricciardo kann immer lachen. Auch wenn er mal Letzter in der Zeitentabelle ist. Der neunte Platz des Red Bull-Piloten sagt nicht viel über die Qualitäten seines Autos aus. Die Zeit von 1.28,412 Minuten lag zwar 5,6 Sekunden über Lewis Hamiltons Bestwert, doch Red Bull war an diesem Tag auf einem anderen Programm. Ricciardo trainierte für das Rennen. Und zeigte da auf Medium-Reifen einen Dauerlauf, der höchst beeindruckend war. 15 Runden am Stück in einem Fenster zwischen 1,30,0 und 1.30,9 Minuten.

Neuer Heckflügel am Red Bull

Kimi Räikkönen war zur gleichen Zeit mit dem gleichen Reifentyp unterwegs und im Schnitt um 0,43 Sekunden pro Runde langsamer als Ricciardo. Der kommentierte seinen Dauerlauf gelassen: "Wir sind mit viel Sprit definitiv stärker aufgestellt als mit wenig Benzin an Bord." Da allerdings wartet Red Bull noch auf die letzten Upgrades. Die Ankunft von Adrian Newey ist ein sicheres Zeichen dafür, dass am Sonntag noch neue Teile ans Auto kommen. Auf die kurze Nase muss Red Bull allerdings warten. Sie hat den internen Crashtest immer noch nicht bestanden. Deshalb musste der offizielle Crash auf die Woche vor dem GP Australien verschoben werden.

Eine Komponente war schon neu. Die Heckflügel-Endplatten sind jetzt mit einer neuen Anordnung von Fenstern versehen. Das oberste waagrechte verbindet sich mit dem senkrechten Schlitz. Man nimmt an, dass die Spalte bei hohem Tempo dadurch mehr aufgeht. Vermutlich bringt das mehr Topspeed. Die Höchstgeschwindigkeitsmessungen lassen das jedenfalls vermuten. Ricciardo egalisierte Hamiltons Wert von 325,3 km/h.

Der Australier erwähnte indirekt die aerodynamischen Modifikationen: "Sie haben einige unserer Schwachpunkte vom Vorjahr ausradiert. Es war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben jetzt ein paar Fragezeichen weniger." Und der Renault-Motor? "Die Fahrbarkeit ist etwas besser geworden. Aber daran müssen wir weiter arbeiten. In dem Punkt bin ich zuversichtlich. Wir hatten letztes Jahr zu Saisonbeginn auch Probleme in diese Richtung. Das wurde unter der Saison immer besser." Der Sonnyboy aus Perth traut sich immerhin schon eine Prognose zu: "In der ersten Startreihe von Melbourne stehen zwei Mercedes. Die fahren wie letztes Jahr in einer anderen Dimension. Dahinter kommen Ferrari, Williams oder wir."

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