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Ricciardo mit Getriebeproblemen

Red Bull bricht Testtag vorzeitig ab

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - Bahrain - Test - 21. Februar 2014 Foto: xpb 38 Bilder

Zwei Schritte vorwärts, einer zurück. Sebastian Vettel drehte am Donnerstag 59 Runden. Ricciardo schaffte am Freitag knapp die Hälfte. Und war vier Zehntel langsamer. Red Bull brach den dritten Testtag wegen Getriebeproblemen vorzeitig ab. Ricciardo sprach trotzdem von einem Fortschritt.

21.02.2014 Michael Schmidt

Das wird wieder eine lange Nacht für die Red Bull-Mechaniker. 110 Minuten vor Ende des dritten Testtages wurde der Red Bull RB10 auf die Messplattform der FIA geschoben. Die Techniker wollten das Auto noch einmal vermessen, bevor es über Nacht völlig auseinandergebaut wird. Ausnahmsweise war nicht Renault schuld.

"Etwas Mechanisches. Die Antriebseinheit war nicht beteiligt", drückte sich Daniel Ricciardo um die Wahrheit. Das gleiche traf auf Lotus zu. Die langen Standzeiten hatten nichts mit dem Motor zu tun. Renault-Einsatzleiter Remi Taffin meinte erleichtert: "An uns lag es nicht. Caterham hat gezeigt, dass man fast 100 Runden am Tag fahren kann."

Früher Feierabend für frühen Testbeginn

Red Bull hat offenbar ein Getriebeproblem mattgesetzt. Es wäre nicht mehr rechtzeitig zu reparieren gewesen. Da machte Red Bull lieber früher Feierabend, damit man am Samstag den Testbetrieb gleich um 9 Uhr aufnehmen kann. Zweieinhalb Stunden musste man der Konkurrenz das Feld kampflos überlassen.

Warum die Kraftübertragung Ärger machte, können wir nur vermuten. Schon in Jerez war es bei den Renault-Teams zu Getriebe-Problemen gekommen. Da Motor und Turbolader noch nicht optimal abgestimmt sind und der Motor nur mit gedrosselter Drehzahl betrieben werden kann, treten im Antriebsstrang unerwartete Schwingungen auf.

Ricciardo setzt auf Red Bull-Stärke

Für Ricciardo war sein dritter Einsatz im Red Bull eine hundertprozentige Steigerung. Von zehn Runden an zwei Tagen auf 28 an einem. Trotzdem versuchte der Australier positiv zu denken. "Es waren nicht genug Runden, aber deutlich mehr als in Jerez. Wir kommen voran, wenn auch nur langsam. Was mir jetzt fehlt ist ein Tag mit mehr als 50 Runden. So wie Sebastian gestern. Daran hat man gesehen, dass es in die richtige Richtung geht."

Während andere schon Renndistanzen fahren, versucht Red Bull noch den Defektteufel zu verjagen. Mit nur fünf Testtagen bis zum Saisonstart in Melbourne könnte man schon nervös werden. Ricciardo nicht: "Ich habe das beste Team hinter mir. Selbst, wenn wie die ersten vier oder fünf Rennen Probleme haben, stecken wir das weg. Dann gewinnen wir halt die nächsten zehn Rennen."

Potential im Red Bull RB10 zu spüren

Eine Aussage deckt sich mit der von Vettel. Obwohl der Renault V6-Turbo nur mit halber Kraft betrieben wird, scheint der neue Red Bull RB10 eine Granate zu sein. "Du spürst schon, dass weniger Abtrieb da ist, aber es ist keine neue Welt."
 
Das sollte der Konkurrenz zu denken geben. Technik-Guru Adrian Newey ist trotz der Korrekturen an der Kühlung offenbar wieder ein Volltreffer gelungen. Das sieht auch Ricciardo so: "Ich kann im Moment noch nicht sagen, wo wir stehen. Wenn alles mal läuft, werden wir schnell sein. Ich habe volles Vertrauen in dieses Auto."

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