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Ricciardo setzt auf Sieg

"Fürchte nur Haie und Schlangen“

Daniel Ricciardo - Red Bull -  GP England - Silverstone - Formel 1 - Freitag - 8.7.2016 Foto: xpb 38 Bilder

Red Bull sieht am Hungaroring eine echte Siegchance. Daniel Ricciardo will sogar Geld auf seinen Sieg setzen. Dafür muss der Australier nicht nur die Mercedes schlagen, sondern auch Teamkollege Max Verstappen. Obwohl der Holländer zuletzt stärker war, hat Ricciardo keine Angst vor der Herausforderung.

21.07.2016 Michael Schmidt

Red Bull hat drei Chancen ein Rennen im direkten Kampf gegen die Mercedes zu gewinnen. Ohne die Hilfe von Regen und besonderen Umständen. „Unsere größte Chance war Monte Carlo. Die beiden anderen sind in Budapest und Singapur“, urteilt Daniel Ricciardo. Er hält einen Sieg auf dem Hungaroring für „nicht unmöglich“, ein Podium auf jeden Fall für „wahrscheinlich“. Max Verstappen macht es von einem Faktor abhängig: „Wir müssen das Setup richtig hinkriegen.“

Ricciardo hat gewettet

Ricciardo hat sogar Geld auf sich als Sieger gesetzt. „Es gibt acht für einen Dollar“, lacht der Australier. Ricciardo will noch vor der Sommerpause den Fluch besiegen, der ihn seit dem GP Spanien verfolgt. Zwei Mal klaute ihm der Kommandostand einen möglichen Sieg. In Montreal verhinderte eine VSC-Phase einen Angriff auf Max Verstappen. In Silverstone schenkte ein Reifenwechsel unter VSC-Bedingungen dem Teamkollegen 10 Sekunden. „Das holst du nie mehr auf. Da hätte ich eine halbe Sekunde pro Runde schneller fahren müssen als die Spitze. Das ist schlicht nicht möglich“, blickt Ricciardo zurück.

Seit Max Verstappen zu Red Bull befördert wurde, ist für Ricciardo nichts mehr wie es war. Im Trainingsduell steht es zwar 5:1 für den Platzhirsch, doch nach Punkten führt das holländische Wunderkind mit 77:64. Und Verstappen kam in den letzten beiden Rennen jeweils vor Ricciardo ins Ziel. Beide Male auf dem Podium, während für Ricciardo nur der fünfte und vierte Platz blieb.

Verstappen als Herausforderung und Chance

Ricciardo will sich nicht lange mit Ausreden aufhalten. Auch nicht mit Glück oder Pech, weil sich das im Verlauf einer langen Saison normalerweise ausgleicht. „Ich muss für mich am Montag nach dem Rennen wissen, ob ich alles getan habe, was in meiner Hand lag. Wenn Max dann trotzdem schneller war, ziehe ich meinen Hut.“

Ricciardo betrachtet die neue Herausforderung als Chance. „Weil ich dabei in Bezug auf Fahrstil und Set-up lernen kann. Natürlich schaue ich ganz genau hin, wo er schneller ist und studiere wie er dort fährt oder wie er das Auto abgestimmt hat. Er wird es genauso machen. So schaukeln wir uns beide hoch. Das Team profitiert davon, weil es maximale Punkte für die Konstrukteur-Wertung dafür bekommt.“

Weltmeister bevor er 30 ist

Sorgen, nein Sorgen mache er sich nicht. „Ich hätte in Monte Carlo gewinnen können. Dann würde das Bild ein bisschen anders aussehen“, zählt der Ungarn-Sieger von 2014 zusammen. Hat er Angst davor, dass der Teamkollege mit seinen erst 18 Jahre noch viel Verbesserungspotenzial hat. Ricciardo packt sein breitestes Grinsen aus: „Angst habe ich nur vor Haien und Schlangen.“ Er gibt aber zu: „Einige meiner Kollegen werden sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren warm anziehen müssen.“

Bis dahin will Ricciardo längst Weltmeister sein. „Ideal wäre es, wenn es passiert bevor ich 30 bin. Du kannst zwar auch danach noch deine Leistung bringen, aber ich denke, dass der Trend anhalten wird, den Max aufzeigt. Die Kids kommen immer besser vorbereitet an. Sie sind in das Elektronikzeitalter hineingeboren, wachsen damit auf und haben weniger Angst. Als junger Mensch machst du dir weniger Gedanken.“

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