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Ricciardo ratlos

Keine Erklärung für Formtief

Daniel Ricciardo - Red Bull  - Formel 1 - GP Österreich - 2. Juli 2016 Foto: xpb 141 Bilder

Es war eine bittere Niederlage. Max Verstappen wurde beim GP Österreich Zweiter, Daniel Ricciardo kam nur auf Platz 5 ins Ziel. Der Holländer fuhr schneller und hielt trotzdem die Reifen besser in Schuss. Aus Sicht von Ricciardo gibt es keine Erklärung. Nur Verdachtsmomente.

07.07.2016 Michael Schmidt

Im Training steht es 5:0 für Daniel Ricciardo. Doch für gute Startplätze gibt es keine Punkte. Im Rennen kam Max Verstappen drei Mal vor dem Teamkollegen ins Ziel. Der Punktestand geht mit 59:52 an den Holländer. Obwohl das Wunderkind 69 Grand Prix weniger Erfahrung hat. Die Niederlage in Österreich tat aus Ricciardos Sicht besonders weh. Verstappen war schneller und hielt obendrein die Reifen besser in Schuss.

Verstappen kam mit einem Stopp über die Distanz. Ricciardo brauchte einen zweiten: „Ich wäre mit dem zweiten Reifensatz vielleicht bis zum Ende gefahren, aber der Punkt war gekommen, an dem ich nicht mehr schneller wurde. Ich wusste, dass sie immer schlechter werden würden, je mehr ich versucht hätte, schneller zu fahren. Da habe ich mir gedacht, dass es besser ist, frische Reifen abzuholen und auf ein SafetyCar zu hoffen.“

Verwundbar in Kurve 8

Trotz Datenauswertung und ausführlicher Konsultation mit seinen Ingenieuren weiß Ricciardo bis heute nicht, warum seine Reifen stärker abgebaut haben als die seines Teamkollegen. „Am Setup des Autos haben wir nichts Verdächtiges erkannt. Bei mir ließen die Hinterreifen schnell nach. Ich konnte in die schnellen Kurven nicht mehr so tief hineinfahren wie ich wollte.“

Der Australier begnügte sich mit der Feststellung, dass es trotz bester Werkzeuge manchmal unmöglich ist, den Grund für ein Problem zu finden. Besonders wenn es die Reifen betrifft. „Wir hatten das auch im letzten Jahr ein paar Mal und konnten hinterher nicht mit Bestimmtheit sagen, was schiefgelaufen ist. Entweder lagen wir knapp über dem Arbeitsfenster oder knapp darunter.“

Immerhin war Ricciardo in der Lage einen der spektakulärsten Momente des GP Österreich zu erklären. Er wurde nur von einer Kamera eingefangen. Sebastian Vettels Cockpit-Kamera filmte, wie sich Max Verstappen in Kurve 8 mit 190 km/h innen am Teamkollegen vorbeipfeilte. Ricciardo setzte sein entwaffnendes Lachen auf, als er den Vorfall schildert: „Ehrlich: Alle haben mich in dieser Ecke überholt. Wir waren da verwundbar, weil unser Elektroantrieb auf der Anfahrt zu dieser Kurve in den Lademodus übergangen ist. Eigentlich hätte es auch Max treffen müssen. Ich habe ihn anfliegen sehen, dachte aber, dass er nicht nah genug war, um ein Überholmanöver zu riskieren. Dann war er plötzlich da, und ich musste aufmachen.“

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