Daniel Ricciardo - Red Bull 2012 27 Bilder Zoom

Ricciardo wird Webber-Nachfolger: Red Bull-Vertrag für mindestens 3 Jahre

Daniel Ricciardo wird neuer Teamkollege von Sebastian Vettel bei Red Bull. Das Weltmeisterteam hat den Australier endlich offiziell als Nachfolger von Mark Webber bestätigt. Ricciardo bekommt einen langfristigen Vertrag über mindestens 3 Jahre.

Daniel Ricciardo hat endlich den Red Bull-Vertrag unterschrieben. Eigentlich wollte das Weltmeister-Team den neuen Piloten schon in der Sommerpause bekanntgeben. Mit etwas Verzögerung wurde der Deal nun endlich als perfekt erklärt. Beim Red Bull-Haussender ServusTV wurde die freudige Nachricht am Montagabend (2.9.2013) erstmals offiziell verkündet.

"Das war schon eine ziemliche Warterei", grinste Ricciardo. "Dann bekam ich den Anruf, dass ich nach Salzburg kommen soll. Ich habe gefragt, was ich denn da solle? Mir wurde nur gesagt, dass es gute Nachrichten gibt und es jetzt offiziell ist. Mehr brauchte ich gar nicht wissen." Nach dem Australier Webber bekommt Sebastian Vettel somit schon wieder einen Teamkollegen aus Down Under.

Ricciardo-Vertrag über mindestens 3 Jahre

Das Vertrauen in den langjährigen Red Bull-Junior ist offenbar groß. "Wir sind bei Red Bull immer auf Kontinuität aus. Der Vertrag ist längerfristig. Wir sprechen jetzt mindestens von 3 Jahren", erklärte Teamberater Helmut Marko. "Von allen Kandidaten war er der Jüngste, aber mit tollem Potenzial. In der Summe der Abwägungen war das die logische und vernünftige Entscheidung."
 
Teamchef Horner ist ebenfalls davon überzeugt, dass Ricciardo die beste Wahl ist - und nicht etwa Konkurrent Kimi Räikkönen, der ebenfalls lange im Gespräch war. "Daniel ist absolut der richtige Mann für den Job. Er ist ein talentierter Youngster. Er ist engagiert und hat eine tolle Einstellung. Natürlich gibt es Fahrer, die schon viel erreicht haben. Aber wenn man niemandem eine Chance gibt, wie sollen sie dann etwas erreichen?"
 
Dritter Kandidat für den Platz neben Vettel war der zweite Toro Rosso-Junior Jean Eric Vergne. Der Franzose verlor das Rennen vor allem wegen des Erfahrungsnachteils von 11 GP-Rennen gegenüber Ricciardo. "Als man wusste, dass Mark Webber uns verlassen wird, sind beide in ihrer Leistung gestiegen und über sich hinausgewachsen. Leider kann es nur einer werden. Aber Jean-Eric hat nächstes Jahr bei Toro Rosso alle Chancen. Er ist ja auch noch jünger. Er muss nur Geduld haben", tröstete Marko den Franzosen.

Vettel bevorzugt Ricciardo als Teamkollegen

Auch Weltmeister Vettel dürfte sich über die Wahl freuen, wie Marko zugab. "Die Entscheidung fällt im Team. Und da wird natürlich auch Sebastian um seine Meinung gefragt. Letztlich sagt er selbst, dass er mit jedem leben können muss. Von der Teamarbeit und auch vom Menschlichen her war ihm Daniel aber auch der liebste Kandidat."

Von Ricciardos Seite sind zwischenmenschlich keine großen Probleme zu erwarten. Der 24-Jährige aus Perth gilt als unkompliziert. Er selbst rechnet mit einer guten Zusammenarbeit. "Ich hoffe, dass wir uns gegenseitig antreiben können. Ich kann sicher auch viel von ihm lernen. Wir wissen alle, dass Sebastian ein unglaublicher Fahrer ist. Ich kenne also die Herausforderung und meine Ziele. In der Winterpause werde ich mich gut auf die Aufgabe vorbereiten."
 
Helmut Marko bestätigte noch einmal, dass von Beginn an mit offenen Karten gespielt wird. Auch der Neuling besitzt alle Chancen: "Es gibt keine Stallorder. Sie haben den gleichen Status und das gleiche Material. Möge der Bessere gewinnen." Viel Eingewöhnungszeit gibt man dem Youngster im Team aber nicht. "Man braucht eine gewisse Zeit, bis man mit dem Team und den Ingenieuren eine Harmonie und eine Effizienz in der Abstimmung gefunden hat. Maximal 3-5 Rennen, dann muss das alles sitzen."

Ricciardo muss Punkte für Red Bull sammeln

Den Titel erwartet man zwar nicht gleich vom Neuzugang, die Anforderung an Ricciardo sind aber trotzdem klar definiert: "Er muss uns mindestens die Punkte bringen, die uns den Gewinn der Konstrukteursweltmeisterschaft ermöglichen", so Marko.

Ricciardo ist sich der Herausforderung bewusst. "Je länger ich dabei bin, desto höher sind die Erwartungen und die Anforderungen. Aber ich erwarte auch von mir selbst immer ein Stückchen mehr. Ich will vom ersten Rennen dabei sein. Ich versuche die Prozesse zu beschleunigen. Ich messe mich mit dem besten Fahrer der Welt. Wenn ich es draufhabe, dann wird der Erfolg schon kommen."
 
Ein Gerücht wollte Ricciardo allerdings noch aufklären. "Ich habe gehört, dass ich so breite Hüften hätte und nicht ins Cockpit passe. Die Autos sind zwar ziemlich eng konstruiert. Meine Knochen sind vielleicht auch ein bisschen breiter. Aber ich bin mir sicher, dass ich da schon irgendwie reinpasse. Mich hält nichts davon ab, mich ins Auto zu setzen." Konstrukteur Adrian Newey gibt jedoch Entwarnung: "Daniel ist etwas kleiner und einfacher unterzubringen als Mark. Das wird uns keine Probleme machen."

Ricciardo will sich gebührend verabschieden

Ricciardo hofft, dass er mit dem Red Bull-Vertrag in der Tasche nun befreit aufgeigen kann: "Es ist schön, dass ich jetzt endlich Bescheid weiß. Jetzt kann ich mich auf den Rest der Saison konzentrieren. Vielleicht kann ich Toro Rosso ein schönes Geschenk zum Abschied machen. Ich möchte mich mit Stil verabschieden."

In unserer Bildergalerie zeigen wir noch einmal die Highlights aus der Karriere von Daniel Ricciardo, dem neuen Teamkollegen von Sebastian Vettel.

Tobias Grüner

Foto

Red Bull

Datum

2. September 2013
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