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Ricciardo schneller als Vettel

Wastegate-Ventil bremst Vettel aus

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Bahrain - Sakhir - 5. April 2014 Foto: xpb 64 Bilder

Dieser Daniel Ricciardo ist eine harte Nuss. Der Australier fuhr die drittschnellste Zeit hinter dem Mercedes-Duo. Sebastian Vettel flog in der zweiten Qualifikationsrunde raus. Doch dafür gab es technische Gründe. Das Getriebe machte Zicken beim Runterschalten, und das Wastegate-Ventil funktionierte nicht.

05.04.2014 Michael Schmidt

Red Bull-Berater Helmut Marko geriet ins Schwärmen. "Das war eine unglaubliche Runde von Ricciardo. Wir hätten nie gedacht, dass er auf dieser Rennstrecke so nah an die Mercedes hinfahren kann." Dabei gestand der Australier dem Doktor aus Graz sogar noch einen kleinen Fehler in der Zielkurve: "Da kam ich nicht optimal raus." Sonst hätte er die 1.34er Schallmauer geknackt.

Ricciardo wird für seine Super-Runde nicht belohnt. Er muss wegen der Strafrunde vom 13. Startplatz aus ins Rennen gehen. Mit einem Top-Speed von 320,3 km/h kein Kinderspiel. Der Australier stimmte sein Auto wegen der Strafe für das Rennen ab. Das heißt maximaler Top-Speed. Der liegt bei einem Red Bull-Renault immer noch acht km/h hinter den Mercedes. "Das wird ein ganz, ganz hartes Rennen", weiß Ricciardo.

Vettel verliert zwei Zehntel auf den Geraden

Sebastian Vettel wird beim Start drei Positionen vor seinem Teamkollegen stehen. Obwohl er das direkte Duell verlor. Der Weltmeister erlebte eines jener raren Trainings, das für ihn schon nach der zweiten K.O.-Runde beendet war. Sein Red Bull-Renault war im entscheidenden Augenblick nicht in Bestform.

"In meinem letzten Versuch gab es beim Runterschalten ein Problem. Das hat die Fahrzeugbalance beeinträchtigt. Wie viel Zeit es genau gekostet hat, weiß ich nicht. Ins Q3 hätte ich es auf jeden Fall geschafft." Dazu gab es noch Schwierigkeiten mit dem Wastegate-Ventil, das weit mehr Rundenzeit gekostet hat: "Seb hat deswegen alleine auf den Geraden zwei Zehntel verloren", rechnete Teamchef Christian Horner vor.

Nachhilfestunde von Renault

Wer das mit dem Wastegate-Ventil verstehen will, braucht eine Nachhilfestunde von Renault-Einsatzleiter Remi Taffin. "Der Sensor an dem Ventil ging kaputt. Wenn das passiert, schließt die Elektronik das Ventil. Dann muss die MGU-H alleine die Kontrolle über den Ladedruck übernehmen. Das bedeutet, dass sie die ganze Zeit die Turbine so weit bremst, dass sich der optimale Ladedruck einpegelt."

"Dabei wird zwar elektrische Leistung produziert, aber wegen des Gegendrucks im Lader auch Leistung vom Verbrennungsmotor weggenommen. Auf der Quali-Runde wollen wir aber die volle Leistung vom Motor und dazu die komplette Elektro-Power der Batterie aufbrauchen. Da sind wir auf die MGU-H nicht so angewiesen wie im Rennen, wo die Batterie immer in einem bestimmten Ladezustand gehalten werden muss. Das geht nur, wenn die MGU-H beim Laden hilft." Vettel lacht müde: "Das versuche mal den Fans zu erklären."

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