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Schumacher vs. Ricciardo

Der Verteidigungsmeister

Daniel Ricciardo GP Japan 2012 Foto: Red Bull 67 Bilder

Daniel Ricciardo hat in den letzten vier Rennen drei Mal gepunktet. In Singapur stand er in den letzten Runden unter Beschuss von Mark Webber, in Suzuka klebte ihm Michael Schumacher im Getriebe. Der Toro Rosso-Pilot gewann beide Duelle.

08.10.2012 Michael Schmidt

Daniel Ricciardo ist ein Sonnyboy. Typisch Australier. Er lacht fast immer. In Suzuka fühlte sich der Toro Rosso-Pilot wie ein Sieger. Zehn Runden lang hatte er Michael Schumacher formatfüllend im Rückspiegel. Und trotzdem hielt er dem Druck stand. Mit 0,85 Sekunden Vorsprung auf Schumacher kreuzte Ricciardo als Zehnter den Zielstrich. Es war der dritte Punktegewinn in den letzten vier Rennen.

Ricciardo wehrt sich erfolgreich

Daniel Ricciardo ging mit Erfahrung in die Verteidigungsschlacht am Ende des Grand Prix von Japan. Zwei Wochen zuvor hatte er das gleiche Spiel mit Mark Webber. "Ich weiß wirklich nicht, welches Duell das härtere war. Einmal hast du einen GP-Sieger im besten Auto hinter dir, das andere Mal einen siebenfachen Weltmeister. Ich saß beide Male im langsameren Auto. Da musst du eine spezielle Verteidigungsstrategie entwickeln, dass du vorne bleibst."
 
Im Fall von Schumacher sei das besonders schwierig gewesen, weil der Mercedes auf der Geraden seine Power und den DRS-Vorteil ausspielen konnte. Gleiches sagt Schumacher über Ricciardo: "Der Toro Rosso war zu schnell auf der Geraden." Ricciardo erklärt warum: "Ich haben meinen ganzen KERS-Vorrat für den Beginn der Zielgeraden aufgehoben."

Verteidigungsstrategie gegen Schumacher

Ricciardo hat zwar erst 26 Grand Prix auf dem Buckel und Schumacher bereits 302, doch der Krauskopf aus Perth ist schon ganz schön ausgefuchst: "Ich habe das KERS so eingestellt, dass es immer voll lädt. Das beeinflusst zwar die Balance des Autos negativ, aber ich wusste, dass Michael mich im ersten Sektor nicht überholen kann. Und im zweiten habe ich aufgepasst, dass mir kein Fehler unterläuft. Entscheidend aber war, aus der Schikane optimal rauszukommen und in der ersten Kurve die Innenspur dichtzumachen."
 
Toro Rosso wird seinem Fahrer ins Cockpit gefunkt haben, wie Schumacher in der 27. Runde Paul di Resta ausgetrickst hatte. Der Altmeister überraschte den Schotten auf der kurzen Geraden zwischen den Kurven eins und zwei. "Ich habe meine Linie in der ersten Kurve so gelegt, dass ich nicht zu hoch rauskomme. Ich durfte nicht zu tief in diese Kurve bremsen. So konnte ich Michael schön die Innenspur blockieren. Ich wusste, dass er außen nicht vorbeikommen würde, weil dort der Weg zu lang ist."

Ricciardo dankt Schumi für Lehrstunde

Ricciardo sprach von seiner besten Saisonleistung. "Die letzten beiden Rennen haben gezeigt, dass ich mit Druck umgehen kann. Du hast nicht alle Tage einen siebenfachen Weltmeister im Kreuz. Jetzt, wo er bald aufhört, war ich dankbar, dass ich noch einmal einen Zweikampf mit ihm auf der Rennstrecke haben durfte. Ich habe Michael im Spiegel studiert und viel von ihm gelernt. Wie er Angriffe vorbereitet, wie er versucht hat, mich auszutricksen, welche Linien er wählt. Danke Michael."

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