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Ricciardos Trick im Teamduell

Red Bull-Pilot hat einen Gang runtergeschaltet

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Japan - Suzuka - Donnerstag - 6.10.2016 Foto: xpb 119 Bilder

Das Duell der Red Bull-Piloten in Malaysia bewegt immer noch die Gemüter. Daniel Ricciardo und Max Verstappen erzählen, was in den vier Kurven wirklich vorgefallen ist. Verstappen stellt auch klar, dass er einen anderen als Ricciardo nicht hätte überleben lassen.

06.10.2016 Michael Schmidt

Red Bull kam als Doppelsieger nach Suzuka. Daniel Ricciardo und Max Verstappen mussten noch einmal von ihrem Rad-an-Rad-Duell beim GP Malaysia erzählen. Als die Red Bull-Piloten vier Kurven im Parallelflug durchflogen, da ging es noch um Platz 2. Tatsächlich war es der Zweikampf um den Sieg.

Er begann damit, dass Ricciardo in Kurve 4 einen Angriff von Verstappen auf der letzten Rille abwehrte, dadurch aber beim Rausbeschleunigen in die Defensive und auf die schlechtere Linie geriet. Als sich Verstappen vor der 250 km/h schnellen Links-Rechts-Passage rechts neben Ricciardo setzte, glaubte er, er hätte das Rennen bereits gewonnen. Weil er in der darauffolgenden Kurve die bessere Innenspur hielt.

„Nur dem Teamkollegen Platz gelassen“

Doch Ricciardo schlug zurück. „In Kurve 5 dachte ich: Jetzt hat er mich. Da habe ich vom sechsten in den fünften Gang runtergeschalten und bekam durch das Plus an Drehmoment wieder neben Max. Als der Motor aufheulte, hat mich das so inspiriert, dass ich nochmal voll draufgehalten habe. Und dann hatte ich das Glück, dass neben der Spur nicht so viele Reifenschnipsel wie sonst lagen.“ Ausgangs Kurve 6 hatte der Red Bull mit der Startnummer 3 wieder leicht die Nase vorn. Endgültig wurde das Duell auf der Bremse vor Kurve 7 entschieden.

Verstappen musste einen Rückzieher machen: „Hätte ich spät gebremst, wäre ich innen auf den Randstein gekommen und dann in Daniel reingerutscht. Das wäre nicht so gut angekommen.“ Der Holländer stellte aber auch klar: „Gegen jeden anderen, hätte ich diese Nummer gewonnen. Ich hätte ihm nicht so viel Platz zum Leben gelassen. Den Teamkollegen abdrängen, das geht natürlich nicht.“

Verstappen kann mit der Niederlage leben: „Ich bin noch jung und habe noch viele Jahre vor mir. Es wäre dumm, mich wegen eines verlorenen Rennens zu beklagen.“ Verstappen machte das Endergebnis auch nicht an dem verlorenen Zweikampf fest: „Was mich gekillt hat, war die dritte VSC-Phase. Dadurch mussten wir beide nochmal zum Reifenwechsel rein. Sonst wäre ich durchgefahren, und Daniel hatte wesentlich ältere Reifen als ich.“

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