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Ricciardos Wandlung zum Siegfahrer

"Podium fühlt sich schon normal an"

Daniel Ricciardo - GP Singapur 2014 Foto: Red Bull 38 Bilder

Daniel Ricciardo ist auf den ersten Blick ein lustiger Typ, der das Leben genießt. Doch der Australier kann auch ganz schön nachdenklich werden. In Sao Paulo erzählte er wie es ist, vom Underdog zum Siegfahrer zu reifen. Interessante Einblicke des WM-Dritten.

06.11.2014 Michael Schmidt

Daniel Ricciardo ist in Austin zum achten Mal in dieser Saison auf das Podium gefahren. Der Sonnyboy kam endgültig in der Riege der Spitzenfahrer an. Das merken auch andere Teams. Williams-Chefingenieur Rob Smedley applaudierte nach Ricciardos drittem Platz in Austin: "Daniel ist ein ganz abgezocktes Rennen gefahren. Er war immer dann schnell, wenn er schnell sein musste. Und er hat dabei noch perfekt die Reifen geschont."

Vor einem Jahr war ein Podium für Ricciardo noch weit weg. Doch in den letzten 12 Monaten hat der 25-jährige Australier eine erstaunliche Wandlung gemacht. Vom Talent zum Spitzenfahrer. Im richtigen Auto traut man ihm sogar den WM-Titel zu. "Ein Podium fühlt sich schon normal an", wundert sich selbst Ricciardo. "Ein Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Vor einem Jahr noch konnte ich das Podium noch nicht mal sehen."

Ricciardo macht ersten Schritt in Bahrain

Der Weg zum Siegfahrer verlief in mehreren Stationen. Ricciardo verrät: "In Bahrain habe ich den ersten Schritt gemacht. Ich war schnell im Training und im Rennen, ich habe gezeigt, dass ich überholen und die Reifen schonen kann." Teil zwei des Lernprozesses folgte in Monte Carlo. "Im ersten Training habe ich zum ersten Mal gespürt, was ich mit dem Auto machen muss, um schneller zu werden. Es lag plötzlich wie ein offenes Buch vor mir da."

Beim GP Kanada folgte die Abschlussprüfung. "Als ich zwei Runden vor Schluss in Führung lag, hat sich ein irrsinniger Druck aufgebaut. Ich saß im Auto und dachte mir: Hey, du führst einen Grand Prix an, so kurz vor Schluss. Schmeiß das nicht weg. Aber mir sind einen Haufen blöde Gedanken gekommen. Ich habe meine Finger angeschaut und gezweifelt, ob sie in den letzten zwei Runden beim Schalten auch so funktionieren wie sie sollten. Bis dahin ging alles automatisch. Jetzt musste ich auf einmal meine Emotionen kontrollieren."

Kanada-Sieg gibt Selbstvertrauen

Zwei Runden später war Ricciardo zum ersten Mal GP-Sieger. "Das ist, als hättest du eine Hürde übersprungen. Du weißt, dass du den Druck aushältst. Beim nächsten Mal hast du das Vertrauen, dass dein Körper auch in Stress-Situationen den Befehlen des Kopfes folgt."

Und was würde der Aufsteiger der Saison noch verbessern? Ricciardo setzt sein breitestes Grinsen auf: "Die Starts. Es ist nicht leicht, die Prozedur immer hundert Prozent zu treffen. Manchmal bin ich schuld, manchmal die Technik. An den Starts muss ich arbeiten. Sie waren auch bei Toro Rosso nur mittelprächtig. Komisch, weil ich in den kleineren Kategorien nie Probleme damit hatte."

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