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Rillenlos

Kalter Gummi

Foto: dpa

Update + + Die Rückkehr der Slicks in der kommenden Saison ist beschlossene Sache. Der Wegfall der Heizdecken sorgt dagegen weiterhin für Diskussionsstoff.

16.04.2008 Tobias Grüner

Schon bei den ersten Ausfahrten der rillenlosen Reifen bei den Wintertests stellte sich die Aufwärmphase als großes Problem dar. Bis zu vier Runden dauert es, bis die Slicks einigermaßen auf Temperatur gebracht waren. Daraufhin brachte Ausrüster Bridgestone gleich drei neue Mischungen zu den Tetsts in Barcelona mit, um das Aufwärmproblem in den Griff bekommen. Scheinbar ohne großen Erfolg.

Überlebenskampf in der ersten Runde

Mit drastischen Worten beschrieb Nico Rosberg gegenüber "Autosport" das Problem: "In der ersten Runde geht es nur darum, zu überleben." Ohne Temperatur fehlt es den Boliden an Haftung. Die großen Geschwindigkeitsunterschiede zu den Autos auf der Strecke erhöhen die Gefahr von Kollisionen. Vor allem direkt nach der Boxenausfahrt fühle man sich "wie eine mobile Schikane", beklagt Rosberg weiter.

Der Williams-Pilot forderte die Fahrergewerkschaft (GPDA) auf, aus Sicherheitsgründen gegen das Verbot der Heizdecken vorzugehen. GPDA-Präsident Pedro de la Rosa war diese Woche selbst mit seinem slickbereiften McLaren in Barcelona auf der Strecke. Seiner Einschätzung nach habe sich die Situation mit den neuen Mischungen etwas entspannt. Allerdings sei vor allem die erste Runde immer noch kritisch.

Auch Ferrari-Edelberater Michael Schumacher hat sich nun in die Diskussion eingeschaltet. Der siebenfache Weltmeister stimmte bei den Testfahrten in Barcelona in Kritik seiner Kollegen ein: "Man spart nichts dabei, und man macht eigentlich nichts anderes als die Sache für alle zu erschweren."

Bridgestone in der Pflicht

Das Problem sind die Vorderreifen, die ohne Vorwärmung nur sehr zögerlich Grip aufbauen. Die Herausforderung für Bridgestone besteht nun darin, einen Reifen zu entwickeln, der auch bei niedrigen Temperaturen arbeitet. Dank der Sonne in Barcelona und Asphalt-Temperaturen von 40°C verkürzte sich die Aufwärmphase bereits etwas. Bei einem kühlen Eifel-Grand Prix am Nürburgring könnte sich das Problem jedoch drastisch verschärfen.

Ein weiterer Faktor, der nicht gerade zur Entspannung der Situation beiträgt, sind die neuen Aerodynamik-Bestimmungen für die kommenden Saison. Mit rund 50 Prozent weniger Abtrieb droht den Piloten trotz Slicks ein Eiertanz in der ersten Runde. 

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