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Risiko Heckflügel?

Fahrer machen Front gegen Heckflügel

Jerez Test 2011 Foto: xpb 25 Bilder

Der verstellbare Heckflügel hat in Fahrerkreisen wenig Freunde. Auch Heimkehrer Nick Heidfeld kritisiert die neue Überholhilfe. Die Fahrer-Gewerkschaft sieht ebenfalls Risiken beim Einsatz des Flügels im Rennen.

19.02.2011 Michael Schmidt

Die FIA hat jetzt ein Problem. Eigentlich wollte sie die Generalprobe für den verstellbaren Heckflügel bei den Testfahrten in Bahrain starten. Doch die stehen genauso wie der Saisonauftakt wegen der politischen Unruhen in dem Königreich auf der Kippe.

Sollte der Ersatztest Anfang März in Jerez stattfinden, dann wird der Heckflügel-Test wenig Aussagekraft haben. Die Geraden auf der andalusischen Strecke sind zu kurz, um herauszufinden, wie lange der Flügel flach gestellt werden darf, um einerseits das Überholen zu erleichtern, andererseits es nicht zu einfach zu machen. Die FIA wollte den Test mit einer Wegstrecke von 600 Metern vor der Kurve beginnen.

Bedienung im Training ist kein Problem

Die meisten Fahrer stehen der Überholhilfe reserviert gegenüber. Vor allem weil auch noch KERS dazukommt. Nick Heidfeld hat an seinem Testtag in Jerez und dem halben Tag in Barcelona mit den neuen Knöpfen am Lenkrad gearbeitet. Im Trainingsmodus findet er die Mehrbelastung noch erträglich, obwohl da der Einsatz des Flügels freigestellt ist.

"Das ist wie der F-Schacht im letzten Jahr, nur einfacher zu handhaben, weil du einen Knopf am Lenkrad hast und nicht irgendwo im Cockpit ein Loch zuhalten musst. Du drückst einfach jede Gerade den Knopf. Zum Deaktivieren verlasse ich mich auf die Bremse. Das ist einfacher, als nochmal den Knopf zu drücken. Und es funktioniert schnell und zuverlässig. Du steigst auf die Bremse, und der Flügel geht hoch."

Zu viele Aufgaben auf einmal?

Im Rennen darf der Flügel nur an einer einzigen Stelle aktiviert werden. Eine Lampe im Cockpit sagt dem Fahrer wann. Genau darin sieht Heidfeld ein Problem: "Du musst KERS betätigen, unter Umständen auch den Flügel, musst an deinem Gegner dranbleiben, damit der Abstand innerhalb einer Sekunde bleibt, und dann sollst du auch noch auf das Display schauen, ob der Einsatz auch erlaubt ist. Das lenkt zu sehr ab und kann zu Missverständnissen führen. Wir Fahrer sehen das als einen Risikofaktor an und haben das so auch bei der FIA deponiert."

Michael Schumacher machte jedoch nicht den Eindruck, als würde er gegen den verstellbaren Heckflügel Sturm laufen. "Ein bisschen mehr Arbeit im Cockpit, aber beherrschbar." Timo Glock scherzte: "Meine Stimme kriegen sie nicht. Ich habe gar kein KERS und kann mich voll auf den Fügel konzentrieren."

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