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Robert Kubica im Suzuka-Interview

"Ich hatte Glück im Unglück"

Robert Kubica - GP Japan 2010 Foto: xpb 32 Bilder

Für Robert Kubica begann der GP Japan vielversprechend. Ein guter Start brachte ihn bis auf Rang zwei. Doch nur ein paar Kurven später war der Renault nur noch auf drei Rädern unterwegs. Im Interview mit auto-motor-und-sport.de spricht der Pole über seinen "verhexten Tag".

11.10.2010 Michael Schmidt

Was ist in der dritten Runde genau passiert?
Kubica: Das rechte Hinterrad hat sich zwischen Kurve neun und zehn selbständig gemacht. Ich konnte nicht mal mehr dem Safety-Car folgen. Deshalb habe ich mein Auto am Streckenrand geparkt. Wahrscheinlich war irgendetwas mit der Radmutter faul.

Gab es vorher irgendwelche Anzeichen?
Kubica: Ja, das Heck fühlte sich irgendwie instabil an. Ich hatte schon die Antriebswelle im Verdacht. Der Defekt führte in England zum Ausfall. Beim Reifenaufwärmen vor der Schikane hätte ich deswegen fast das Auto verloren. Zum Glück ist das nicht passiert. Ich hätte ausgesehen wie ein Idiot.

War es nicht besser gewesen, so einen Defekt hinter dem Safety-Car zu haben?
Kubica: Absolut. Zum Glück sind wir nur zwei Kurven im Renntempo gefahren. Dann gingen schon die SC-Schilder für das Safety-Car raus. Wenn dir im Renntempo ein Rad davonfliegt, ist das in Suzuka nicht lustig. Ich hatte Glück im Unglück. Aber irgendwie war dieser Tag wie verhext.

Warum?
Kubica: Am Morgen ist uns während der Qualifikation fast der Diffusor abgebrannt. Deshalb waren Q1 und Q2 eine Zitterpartie. Wir konnten den Schaden dann einigermaßen richten. Zu 90 Prozent war das Auto okay. Umso überraschter im positiven Sinne war ich, dass ich trotzdem auf den dritten Startplatz fahren konnte.

Was wäre im Rennen möglich gewesen?
Kubica: Auf jeden Fall ein Podestplatz. Ich wusste, dass ich dafür beim Start das Red Bull-Duo splitten musste, um mir Rückendeckung gegen Ferrari und McLaren zu verschaffen. Das war  ja auch schon ganz gut gelungen.

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