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Formel 1: Robert Kubica auf dem Weg nach Bahrain

Ein Gespräch über den Wolken

Robert Kubica Foto: dpa 19 Bilder

Die Saison für Robert Kubica begann mit einer Panne. Der Pole verpasste seinen Flug nach Bahrain. Und hatte auf dem Umweg über Dubai die Zeit, über die abgelaufene Testsaison zu plaudern. Ein Gespräch über den Wolken.

10.03.2010 Michael Schmidt

Plötzlich stand er neben mir. Robert Kubica war auf der Lufthansa-Maschine Frankfurt-Dubai gelandet. Ohne Gepäck. Eigentlich wollte er direkt nach Bahrain, doch sein Anschluss aus Florenz hatte Verspätung.

Kubica machte einen Umweg über Dubai nach Bahrain

"Die Maschine kam schon spät nach Florenz und ging noch später von dort weg, weil es angefangen hat zu schneien. Den Anschluss in Frankfurt nach Bahrain konnte ich vergessen. Das Gepäck auch. Ich bin auf den letzten Drücker noch auf die Maschine nach Dubai gekommen. "Und wie geht es dann weiter ans endgültige Ziel? "Keine Ahnung grinst der Pole. "Ich muss mir den Flug nach Dubai noch organisieren."

Kubica ist locker drauf. Der Sieger des GP Kanada 2008 hat gelernt, sich mit den Dingen abzufinden, so wie sie sind. Früher wäre er ausgeflippt, wenn es in der Testphase nicht nach Wunsch läuft. Jetzt sieht der neue Renault-Pilot dem Saisonstart gelassen entgegen. "Mit vollen Tanks geht das Auto super. Da sind wir vorne dabei", sagt der frühere BMW-Fahrer. "Mit wenig Benzin an Bord könnte es noch etwas besser sein. Uns fehlt Grip. Das Ding untersteuert, vor allem in schnellen Kurven."

Wer hat das schnellste Auto?

Auch die Beteiligten haben noch kein klares Bild, wie es in dieser Saison laufen wird. "Eine Sache ist komisch. In Jerez waren wir voll bei der Musik. In Barcelona hatten wir Probleme." Nur mit dem letzten Testtag war Kubica einigermaßen zufrieden. "Ich bin einen guten Longrun gefahren. Dabei war in der zweiten Hälfte der Frontflügel gebrochen. Das haben wir aber erst hinterher gemerkt."

Dann die Frage, die alle im Zirkus beschäftigt: "Weißt du, wer das beste Auto hat?" Ich kann auch nur das wiederholen, was andere sagen. "Nick Heidfeld hat gesagt, dass der Red Bull auf der Strecke am besten aussieht." Kubica kratzt sich am Kopf: "Die haben wahnsinnig viel Abtrieb, soviel ist sicher. Mein persönlicher Favorit ist aber Ferrari." Und Mercedes? Wieder Schulterzucken. "Die bringen doch in Bahrain noch ein großes Aero-Paket", beantwortet Kubica seine Frage selbst. "Ich wette mit dir, dass die noch nicht alles gezeigt haben" Mal schauen, ob er Recht hat.

Am Flughafen in Dubai treffen wir uns wieder. Hast du ein Ticket für den Weiterflug, will ich wissen. "Alles klar", hebt Kubica den Daumen. "Haben meine Jungs von Italien aus organisiert." Gut, wenn man einen Manager hat.
 

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