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Robert Kubica

Grünes Licht für Comeback

Robert Kubica Plakat 2011 Foto: xpb 66 Bilder

Robert Kubica befindet sich in Phase zwei seiner Rehabilitation. Nach der erfolgreich verlaufenen letzten Operation arbeitet der 26-jährige Pole jetzt am Muskelaufbau im rechten Arm. Die Ärzte bestätigen, dass sämtliche Funktionen von Arm und Hand wiederhergestellt sind.

09.09.2011 Michael Schmidt

Robert Kubica ist seit dem 6. Februar kein Auto mehr gefahren. Seit jenem Tag, an dem ihn ein Unfall bei einer Provinzrallye in Italien fast das Leben gekostet hätte. Seitdem waren insgesamt acht Operationen nötig, um den schwer verletzten rechten Arm wiederherzustellen. Vor zwei Wochen, exakt am Renntag des GP Belgien, fand der letzte Eingriff statt.

"Bei dieser Operation wurde das letzte Fragezeichen ausgeräumt", erzählt Kubicas Manager Daniele Morelli. "Es ging darum, ob der Ellbogen des rechten Armes wieder voll funktionstüchtig sein wird. Am Tag nach der Operation konnte Robert seinen Ellbogen fast wieder normal bewegen." Bereits zuvor war sichergestellt worden, dass die Nerven zur rechten Hand bei dem Unfall keine bleibenden Schäden davongetragen haben.

Kubica beginnt bereits mit Muskelaufbautraining

Damit beginnt der zweite Akt der Rehabilitation. Kubica trainiert sechs Stunden am Tag, um die Muskeln im rechten Unterarm zu stärken. Morelli: "Da war nach der langen Ruhepause nichts mehr da. Die Muskeln nehmen jetzt jeden Tag an Stärke zu. Das ist die Voraussetzung dafür, dass er seine Hand wieder voll bewegen kann. Im Moment kann Kubica mit der rechten Hand Gegenstände greifen, aber noch keine komplizierten Bewegungen machen."

Das Therapieprogramm wird noch die nächsten vier Wochen andauern. "Die Ärzte müssen Robert bremsen, damit er es nicht übertreibt." Sobald der Sieger des GP Kanada 2008 wieder in der Lage ist, ein Lenkrad richtig zu greifen, wird er erste Gehversuche im Simulator machen und sich ans Steuer eines Autos setzen. "Robert hat jetzt keine Sorgen mehr, dass auf dem Weg zu seinem Comeback noch etwas schiefgehen kann. Jetzt ist alles nur noch eine Frage der Zeit", hofft Morelli.

Renault hält Kubica-Cockpit frei

Ein Einsatz in dieser Saison wäre zu früh. Der Rekonvaleszent muss sich langsam an die Formel 1 herantasten. Der Weg dorthin könnte so aussehen: Simulator, Tourenwagen, Renault-Weltserie, GP2, Formel 1. Laut Morelli sind bei optimalem Heilungsverlauf Testfahrten mit einem zwei Jahre alten Formel 1-Auto möglich. Man will nicht bis zum offiziellen Beginn der Wintertestfahrten am 7. Febraur 2012 damit warten.

Kubica hat mit Renault zwar keinen Vertrag für 2012, doch der Rennstall aus Enstone hat ihm bereits signalisiert, dass für ihn jederzeit ein Cockpit freigehalten würde. Eines wird Kubica auf keinen Fall tun: Als Tourist an eine Rennstrecke kommen. "Robert wird erst wieder in einem Fahrerlager auftauchen, wenn er einen Helm und einen Overall tragen kann."

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