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Formel 1: Robert Kubica verpasst gute Chance

Kubica zahlt für schlechte Startrunde

F1 Technik GP Spanien Foto: xpb 30 Bilder

Robert Kubica hatte sich in den ersten vier Rennen leise, still und heimlich in die Spitzengruppe der Gesamtwertung geschlichen. Auch diesmal lag wieder eine zweistellige Punkteausbeute in Reichweite. Doch der Renault-Pilot bezahlte für eine schwache erste Runde.

11.05.2010 Michael Schmidt

Eigentlich ist Barcelona für den Renault R30 ein eher schlechtes Terrain. Dem Auto fehlt es an Abtrieb, und der ist in den schnellen und mittelschnellen Kurven des Circuit de Catalunya lebenswichtig. Unter den Umständen war der siebte Startplatz von Robert Kubica eine Sensation. Der Pole ließ mit Felipe Massa und Nico Rosberg zwei Fahrer aus dem Club der Top-Teams hinter sich. Da Kubica als guter Starter gilt, war ein Rennergebnis in den Top 5 keine Illusion.

Kubica kracht in Kobayashi

Doch dann kam die erste Runde. "Mein Start war gut", berichtet Kubica, "aber als ich in der ersten Kurve mit Massa um die Position gekämpft habe, stellte sich mein Auto beim Gasgeben kurz quer. In Kurve 3 habe ich dann Kobayashi berührt und mir dabei den Frontflügel beschädigt." Das kostete den augenblicklich WM-Achten nicht nur drei Plätze. Er verlor auch Abtrieb auf der Vorderachse.

Ein Flügelwechsel beim Boxenstopp kam aber nicht in Frage. "Das Feld lag zu eng zusammen. Wir konnten uns keinen Zeitverlust erlauben." Den Rest des Rennen verbrachte Kubica hinter Adrian Sutil. Der Abstand schwankte zwischen einer und drei Sekunden, "aber Überholen ist leider schwierig auf dieser Strecke. Der Top-Speed-Vorteil des Renault im Vergleich zu Sutils Force India betrug nur 3,7 km/h. Nicht genug, um auf der Zielgeraden vorbeizufliegen.

Positives Barcelona-Fazit für Renault

Kubica war trotzdem überrascht, wie gut Renault in Barcelona abgeschnitten hat. "Wenn ich da an unseren Test im Februar zurückdenke, haben wir uns gut gesteigert. Wir hatten hier beim Rennen nur ein kleines Paket an Änderungen dabei. Trotzdem haben wir mit Ausnahme von Red Bull auf die Autos vor uns praktisch keine Zeit verloren, obwohl die mit teilweise richtig großen Modifikationen gekommen sind."

Insgesamt ist der frühere BMW-Pilot mit dem Verlauf der Saison zufrieden: "Wir sind ziemlich konstant, haben keine Aufs und Abs. Uns fehlt nur ein bisschen Rundenzeit, um in die Phalanx der Top-Teams einzubrechen." Kubica weiß, wo Renault ansetzen muss. "70 Prozent unseres Defizits ist der fehlende Abtrieb." Die Nummer eins von Renault ist zuversichtlich, dass er die Ingenieure mit seinen Aussagen auf den richtigen Weg bringen kann: "Es hat eine Zeit gedauert, bis die Leute mir vertraut haben. Das ist ein normaler Prozess, wenn du neu im Team bist. Du musst dich immer erst beweisen."

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