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Kubicas Verletzungen

Sieben Ärzte retten Kubicas Hand

Robert Kubica Foto: dpa 19 Bilder

Bei seinem Rallye-Unfall hat sich Robert Kubica schwere Verletzungen am rechten Arm und am rechten Bein zugezogen. Noch ist nicht klar, ob der Pole überhaupt noch einmal Formel 1 fahren kann. Wir sagen Ihnen, wie die Ärzte um die Hand des Polen kämpften.

07.02.2011 Tobias Grüner

Robert Kubicas Schutzengel haben am Sonntag einmal kurz nicht richtig aufgepasst. Als der Skoda Fabia 2000 des Formel 1-Stars auf der feuchten Asphaltpiste ins Rutschen kam, stand unglücklicherweise eine Leitplanke im Weg. Frontal krachte das Auto auf die Begrenzungsschiene und wurde dabei buchstäblich von unten aufgespießt. Durch den Fußraum bohrte sich das Metall in den Innenraum und verletzte Kubicas rechtes Bein und seinen rechten Arm schwer.

Schwere Verletzungen an Kubicas Arm

Eingeklemmt zwischen der Leitplanke, seinem Sitz und dem demolierten Überrollkäfig, dauerte es eine Stunde, bis der Pole aus seinem Wrack befreit wurde. Wie sein unverletzter Beifahrer Jakub Gerber mitteilte, sei Kubica nach dem Unfall sogar kurz ohnmächtig gewesen. Auf der Vakuum-Trage gesichert wurde der Pole vom Notarzt intubiert und dann per Helikopter ins Krankenhaus Santa Corona nach Pietra Ligure geflogen.

Nach der ersten Untersuchung wurde schnell klar, dass die tiefen Schnittwunden und Brüche am rechten Arm die größte Aufmerksamkeit erforderten. Zum Glück für Kubica befindet sich nur 30 Kilometer entfernt in Savona eine Spezialklinik für Handverletzungen, aus der Spezialist Igor Rossello hinzugezogen wurde.

Sieben Ärzte operieren Kubica erfolgreich

Zwei Ärzteteams mit insgesamt sieben Chirurgen und Orthopäden versuchten in einer mehr als siebenstündigen Operation die Hand zu retten. "Es war eine zugleich wichtige und schwierige Operation", erklärte Rossello nach dem erfolgreichen Eingriff. "Robert Kubicas Unterarm war an zwei Stellen eingeschnitten, woraus ernste Verletzungen an Knochen und Bändern hervorgingen. Wir haben unser Bestes gegeben, um die Funktionsfähigkeit des Unterarms wieder herzustellen."

Erst spät am Sonntagabend konnte eine erste Entwarnung geben. Die Hand wurde gerettet. "Roberts Hand war gut durchblutet und warm, was Mut macht", berichtete Rossello. "Nach der Operation bleibt Kubica unter ständiger Überwachung. Sein Zustand ist weiterhin ernst." Über Nacht wurde der Patient in ein künstliches Koma versetzt und stabilisiert. Erst am Montagmorgen sollte er wieder aufgeweckt werden.

Langwieriger Heilungsprozess

Noch lasse sich nicht sagen, ob Kubicas Hand wieder voll funktionsfähig wird und ob der Pole überhaupt noch einmal in der Formel 1 fahren kann. Das ganze Ausmaß der Verletzungen könne man, so Rossello, erst in einigen Tagen erkennen. In einer ersten Einschätzung gab sich der Spezialist jedoch zuversichtlich, dass Kubica die Hand innerhalb eines Jahres wieder vollständig gebrauchen kann.

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