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Romain Grosjean

Habe einige Dinge von Kimi gelernt

Romain Grosjean GP Belgien 2012 Foto: dpa 34 Bilder

Romain Grosjean hofft nach einem Rennen Sperre gestärkt zurückzukommen. Er habe die Strafe akzeptiert und beim Zuschauen in Monza einiges gelernt. Vor allem durch das Beobachten seines Teamkollegen.

20.09.2012 Tobias Grüner

Romain Grosjean ist der böse Junge der Formel 1. Nach der siebten Kollision in der Startphase entschieden die Stewards in Spa, den Franzosen für das Rennen in Monza zu sperren. Es war die erste Sperre seit der Saison 1994. In Singapur kehrt Grosjean nun wieder zurück in das Lotus-Cockpit.

Grosjean akzeptiert Strafe

Das Interesse der Medien war verständlicherweise groß. Hat der Hitzkopf etwas gelernt? "Als Fahrer macht man Fehler. Ich habe akzeptiert, dass das einer war. Die Konsequenzen waren natürlich groß. Die Strafe war sehr hart", gab sich der Crash-Pilot reuig.

Dass er nun in Singapur besonders vorsichtig sein wird, konnte Grosjean nicht versprechen. "Die Sache ist etwas komplexer. Man kann nicht einfach vorsichtiger sein. Da spielen viele Dinge zusammen. Es ist schwer, die richtige Balance zu finden. Man hat nicht viel Zeit, die richtige Entscheidung zu treffen. Gerade am Start ist der Stress groß."

Grosjean schiebt seine Kollisionen vor allem auf seine mangelnde Erfahrung. "Man vergisst oft, dass es mein erstes Jahr in der Formel 1 ist. Ich kämpfe dabei immer in den Top Ten. Das ist nicht so einfach, wie wenn man am Ende des Feldes beginnt." Das Beispiel Vettel vs. Hamilton in Monza zeige, dass es aber auch Weltmeistern passieren kann.

Kleiner Fehler, große Konsequenzen

Grosjean verteidigt sich gegen die harte Kritik in den Medien. "Wenn man denkt, dass es keine Crashs mehr am Start geben würde, wenn ich nicht dabei bin, dann ist das dumm. Ich war ein paar Mal involviert, aber es war ja nicht immer das Gleiche."

"In Belgien war es am Start besonders hektisch. Einige haben direkt am Start KERS benutzt, manche haben es sich für die Gerade aufgespart. Ich dachte ich wäre schon vorbei (an Hamilton), aber das war ich nicht. Da habe ich die drei Dimensionen falsch eingeschätzt", gibt Grosjean zu.

Der Franzose will das Problem nicht überbewerten. Auch aus dem Pilotenkreis habe es keine Vorwürfe gegeben. "Die meisten anderen Fahrer waren nicht sehr kritisch mir gegenüber. Die Konsequenzen des Zwischenfalls waren natürlich sehr groß. Und der Führende der Meisterschaft war dabei involviert. Aber selbst Alonso war nicht sauer auf mich. Für mich ist er ein großer Champion."

Auf die Frage, ob die Strafe genauso drastisch ausgefallen wäre, wenn der Crash am Ende des Feldes passiert wäre, wollte Grosjean nicht näher eingehen. "Das müssen die Stewards beantworten."

Grosjean lernt von Räikkönen

Am Ende könnte das Rennen Sperre vielleicht auch noch etwas Gutes haben. "Wenn man durch harte Zeiten geht, kommt man oft stärker zurück. Es war sehr gut, dass ich in Monza dabei war und das Ganze von außen gesehen habe", erklärt Grosjean. "Es war gut, von außen zuzuschauen, wie das Team arbeitet."

Besonders das Studium des Teamkollegen könnte sich als hilfreich erweisen. "Kimi hat viel Erfahrung. Ich habe das ganze Wochenende bei ihm im Funk mitgehört. Dabei habe ich einige Dinge gelernt, die auf der anderen Seite der Garage anders gemacht werden. Die wollen wir nun auch ausprobieren. Ich hatte einige Probleme mit dem Auto zuletzt. Vielleicht hilft uns das, damit ich wieder Vertrauen habe wie in Valencia oder Barcelona."

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