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Romain Grosjean über die Reifen

"Musste meinen Fahrstil umstellen"

Romain Grosjean, Lotus, Formel 1-Test, Barcelona, 21. Februar 2013 Foto: xpb 30 Bilder

Romain Grosjean hat die Konkurrenz in Barcelona mit einer schnellen Rennsimulation überrascht. Vor allem die Gleichmäßigkeit, mit der der Lotus die Runden auf den Asphalt setzen konnte, beeindruckte die Experten. Der Pilot sprach anschließend über sein Geheimnis.

21.02.2013 Tobias Grüner

Der erste Pilot, der 2013 eine komplette Renndistanz abgespult hat, heißt Romain Grosjean. Der Franzose wurde am dritten Testtag von Barcelona um halb drei auf die Reise geschickt. Erst zwei Stunden später stieg er wieder aus dem Auto aus. Dazwischen lagen 66 Runden unter schwierigen Bedingungen auf dem 4,655 Kilometer langen Circuit de Catalunya.

"Durch die Kälte war es wirklich hart", berichtete der Pilot nach der Sitzung. "Im ersten Stint habe ich schon nach wenigen Runden an die Box gefunkt: 'Die Reifen sind tot.' Die verhalten sich im Vergleich zum Vorjahr völlig anders. Ich habe dann mit den Ingenieuren nach Wegen gesucht, die Haltbarkeit zu verbessern. Ich musste meinen Fahrstil umstellen."

Grosjean knackt Reifenrätsel

Die Maßnahmen wirkten offenbar. Mit leichter werdendem Auto wurden auch die Zeiten konstanter und die Stints immer länger. Nach dem dritten Stopp in der 36. Runde hielt Grosjean die Gummis so gut in Schuss, dass er erst 23 Runden später noch einmal bei seiner Boxencrew anhalten musste. Beeindruckender als die Lebensdauer waren die Rundenzeiten. Konstant bewegte sich Grosjean im 1.28er und 1.29er Bereich. Erst ganz am Ende kippte es über die Grenze von 1.30 Minuten.

"Das war wirklich beeindruckend", fand auch Grosjean selbst. Doch was war das Geheimnis der guten Runden. "Das ist im Detail schwer zu erklären. Man muss einfach raten, wie viel Gummi noch auf der Lauffläche ist und wie viel Energie man den Reifen zumuten kann." Es half offenbar, den Stint etwas langsamer anzugehen. Hintenraus ist man dann schneller.

Getriebeprobleme bei Lotus gelöst

Der Trick scheint aber nur zu funktionieren, wenn die Tanks nicht ganz voll sind. Und es ist fraglich, wie groß die Aussagekraft für das erste Rennen in Melbourne ist. "Als wir diese Reifen zum ersten Mal in Brasilien getestet haben, haben sich die Probleme mit dem Verschleiß nicht angedeutet", so Grosjean.

Der Unterschied zur Reifen-Generation 2012 sei dramatisch. "Früher musste man vor allem die Hinterreifen in Schuss halten. Hier haben wir hinten und vorne körnende Reifen." Bis auf das Thema Reifen gab es keine Probleme am Lotus. Die Getriebeprobleme, die Kimi Räikkönen am Vortag ausgebremst hatten, traten nicht mehr auf. "Es war wichtig für das Team, viele Kilometer zu sammeln", so Grosjean. Mit insgesamt 119 Runden stellte er den Bestwert.

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