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Ron Dennis wird 65

Der Anti-Sympathieträger

Ron Dennis McLaren Foto: dpa 59 Bilder

Als McLaren-Teamchef hat Ron Dennis die Formel 1 geprägt. Ein Erfolgsbesessener, ein Meistermacher. Aber nicht immer ein Sympathieträger. An diesem Freitag wird der Brite 65 Jahre alt.

01.06.2012 dpa

Seine Rücktrittsankündigung kam wie aus dem Nichts. Ron Dennis hatte aber noch ein paar weitere Worte parat: "Schreibt ja nicht, ich gehe in Rente." Als Dennis der Formel 1 Goodbye sagte, war der Meistermacher 61 Jahre alt. An diesem Freitag (1.6.) feiert der Brite seinen 65. Geburtstag. "Ron ist seit fast einem halben Jahrzehnt einer der wichtigsten Exponenten der Formel 1 - kein Teamchef hat in den letzten Jahrzehnten Zeichen wie er gesetzt", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, ein langjähriger Wegbegleiter.

Dennis im Kampf um Macht und Reputation

Seit 2009 ist Dennis nun nicht mehr Teamchef von McLaren, nur manchmal taucht er noch in der Box des britischen Traditionsrennstalls auf - dezent im Hintergrund. Fast so beiläufig gab er damals seinen Rücktritt bekannt. Es war am Ende der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Rennwagens. Nachdem Dennis' sportlicher Ziehsohn Lewis Hamilton ihm 2008 den insgesamt zehnten Fahrertitel beschert hatte, war die Zeit gekommen. Martin Whitmarsh übernahm den Posten als Teamchef, Dennis arbeitet als Vorsitzender der McLaren Group weiter.

Dennis kann auf eine ebenso erfolg- wie ereignisreiche Karriere in der Formel 1 zurückschauen. Im Ringen um Ansehen, Macht und Reputation scheute er auch nie den Konfrontationskurs mit den noch Mächtigeren der Königsklasse.

Er begann 1966 als Mechaniker für Jochen Rindt. In den 70er Jahren führte der nach außen stets äußert korrekt und diszipliniert auftretende Dennis sein eigenes Formel-2-Team. 1981 startete er seine Karriere als McLaren-Teamchef. In den insgesamt 28 Jahren bis zu seinem Rücktritt heimste Dennis neben den Fahrertriumphen unter anderem durch Legenden wie Niki Lauda, Ayrton Senna oder Alain Prost sieben Konstrukteurstitel ein.

Ron Dennis bremste spät

Seit 1995 bekommt sein Team deutsche Motoren. In gut einer Woche beim Großen Preis von Kanada wird McLaren-Mercedes den 300. Grand Prix in Angriff nehmen. "Ich erinnere mich heute noch mit Freude an die Verhandlungen, die wir mit Ron vor annähernd 18 Jahren vor Beginn dieser Erfolgsgeschichte führten - Ron bremste dabei spät und wir bestimmt nicht früher", erzählte Haug.

Welchen Stellenwert sich der vor zwanzig Jahren zum Manager des Jahres in England gekürte und als knallharter Verhandler bekannte Dennis erarbeitet hatte, zeigte auch die Eröffnung des neuen futuristischen McLaren-Baus 2004 in Woking. Entworfen wurde das Technologiezentrum von Star-Architekt Sir Norman Foster, die Einweihung nahm Queen Elizabeth II. vor.

Historische Niederlage für McLaren

Verlieren ist für Dennis "wie ein psychischer Schmerz". Umso mehr tat die Spionageaffäre 2007 mit einer historischen Niederlage vor der Gerichtsbarkeit des Internationalen Automobilverbandes weh. Der Rennstall musste die Rekordgeldstrafe von 100 Millionen US-Dollar zahlen. Auch sämtliche Saisonpunkte in der Konstrukteurswertung wurden abgezogen.

Dennis, der stets eine gewisse Überlegenheit nach außen zu demonstrieren schien und dem eine große Portion Arroganz nur schwer abzusprechen war, hatte sich durch ein wenig überzeugendes Krisenmanagement auch selbst ins Wanken gebracht. Knapp anderthalb Jahre später kündigte der Brite seinen Rückzug an.

In unserer Bildergalerie blicken wir noch einmal auf seine aktive Zeit als Teamchef von McLaren.

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