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Ron Dennis

Kompletter Rückzug aus der Formel 1

Ron Dennis Lewis Hamilton Foto: dpa 59 Bilder

Der ehemalige McLaren-Teamchef Ron Dennis will sich künftig komplett aus dem Renngeschäft zurückziehen. Dennis wird sich stattdessen um die neu ausgegliederte McLaren-Sportwagensparte kümmern.

16.04.2009 Tobias Grüner

Es war ein Rücktritt in zwei Schritten. Als Ron Dennis am 16. Januar ankündigte, das Zepter des Teamchefs an Martin Whitmarsh abzutreten, wollte er zunächst in anderer Rolle dem Formel 1-Zirkus erhalten bleiben. Nach nur zwei Rennen folgte nun als nächste Stufe der komplette Rückzug aus dem Renngeschehen.

Investitionen von 250 Millionen Pfund

Dennis begründet den Abschied mit einer großen Umstrukturierung bei McLaren. Der erfolgreiche Rennstall will seine Sportwagensparte als unabhängige Firma ausgliedern. Dabei plant der Betrieb aus dem britischen Woking eine Investition von 250 Millionen Pfund und eine neue Produktionsstätte mit bis zu 800 neuen Jobs.

Die Premiere des ersten Sportwagens in kompletter Eigenregie ist für 2011 geplant. Dennis will sich bis dahin einzig um die Entwicklung und das Wachstum der nun abgenabelten Seriensparte kümmern. Alle Funktionen, die Dennis noch mit dem Rennstall verbunden haben, sollen an Martin Whitmarsh übergehen.

"Ich habe für McLaren immer hart in der Formel 1 gekämpft", sagte Dennis zum Abschied. "Ich bezweifle, dass Max Mosley oder Bernie Ecclestone unerfreut sind über meine Entscheidung. Aber niemand hat mich dazu aufgefordert. Es war meine Entscheidung."

Beim Saisonauftakt war Dennis noch in Australien bei seinem ehemaligen Team. In Malaysia blieb er erstmals zuhause in England: "Ich habe das Rennen am Fernseher geschaut und es war überraschend leicht für mich. Ich hatte es mir emotionaler vorgestellt, nachdem ich so viele Grands Prix am Stück über die Jahre besucht habe."

Rücktritt, um die FIA-Entscheidung zu beeinfllussen?

Tritt nach dem Rücktritt von Ron Dennis als Chef der McLaren Group sein Nachfolger Martin Whitmarsh aus seinem Schatten? "Ich war nie ein Klon von Ron, auch wenn es von außen vielleicht so aussah. Ich habe meine eigene Persönlichkeit und meinen eigenen Weg, dieses Team zu führen."

Whitmarsh wird auf jeden Fall versuchen, das Verhältnis zum Weltverband FIA zu verbessern. Der Engländer sieht aber in der Lügenaffäre und dem Schritt von Dennis keinen Zusammenhang. Auf sämtliche Fragen, die darauf hinzielten, antwortete der neue McLaren-Teamchef stereotyp: "Es war Rons eigene Entscheidung. Er wurde von niemandem dazu getrieben." Das ist eine politische Wahrheit. Der Rückzug von Ron Dennis aus dem Renngeschäft könnte die Entscheidung des FIA-Weltrats am 29. April in der Lügenaffäre positiv beeinflussen. "Sie können das so sehen", wich McLarens neue Nummer eins aus.

"Es wäre falsch von mir, darüber nicht spekulieren." Sämtlichen Fragen zu der FIA-Sitzung erteilt Whitmarsh eine Absage. "Es ist ein schwebendes Verfahren. Ich will dem nicht vorgreifen."

Ron Dennis wird auch seine Rolle in der Teamvereinigung FOTA aufgeben. Seinen 15-prozentigen Anteil an der Firma will der 61-jährige Ex-McLaren-Direktor jedoch behalten. Im Fahrerlager unkt man bereits: "Damit kann er Whitmarsh weiter an der langen Leine führen." Sein Zögling bestreitet dies: "Von heute an ist Ron nicht mehr mein Boss."

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