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Rosberg-Ausfall in Singapur

Kleines Problem, große Wirkung

Nico Rosberg - GP Singapur 2014 Foto: ams 63 Bilder

Für Nico Rosberg war der Grand Prix von Singapur schon nach 13 Runden beendet. Die Elektronik seines Mercedes spielte verrückt. Schon vor dem Start war der Kampf gegen Teamkollege Lewis Hamilton entschieden.

21.09.2014 Tobias Grüner

Schlimmer hätte es für Nico Rosberg nicht laufen können. Während Lewis Hamilton mit 25 Punkten als WM-Spitzenreiter aus Singapur abreist, gab es für den Deutschen eine Nullnummer. Das Schicksal hatte sich schon früh angedeutet. Im Silberpfeil mit der Startnummer 6 war am Sonntag (21.9.2014) irgendwie der Wurm drin.

Mercedes-Elektrik spielte verrückt

"Das hat alles schon in der Box angefangen. Da hat das Lenkrad auf einmal nicht mehr funktioniert", berichtete der Pechvolgel "Der Funk und die ganzen Knöpfe gingen nicht mehr richtig – nur noch die Ganghebel hinten am Lenkrad." Auf den Übungsrunden zur Startaufstellung wechselten die Ingenieure mehrmals die Lenkräder hin und her. "Auf einmal ging's dann wieder – dann wieder nicht. Im Rennen ging dann gar nichts mehr. Da konnte ich gar nichts mehr umschalten."

Rosberg kam nicht aus eigener Kraft von seinem zweiten Startplatz weg und musste aus der Box losfahren. Die erhoffte Aufholjagd konnte er nie starten. "Ich hatte keine Hybrid-Power und kein DRS. Dann hat das Getriebe immer 2 Gänge auf einmal geschaltet. Das Auto hat einfach nicht reagiert. Ich hatte gehofft, dass wir es beim Boxenstopp noch einmal beheben können. Aber am Ende hat gar nichts mehr funktioniert."

Kabelbruch in der Lenksäule stoppt Rosberg

Nach 13 Runden wurde der Mercedes in die Box geschoben. Der Tag für Rosberg war beendet. Nach Angabe von Teamchef Toto Wolff hatte wohl ein Kabelbruch in der Lenksäule den Silberpfeil lahmgelegt. Der Frust beim Piloten war verständlich: "Solche Elektronik-Probleme sind oft vermeidbar. Meistens ist es am Ende nur eine Kleinigkeit, die dann das ganze Rennen zerstört. Das ist schon heftig."

Rosberg machte kein Geheimnis aus seinem Ärger: "Ich habe mich im Cockpit schon ordentlich aufgeregt. Da habe ich einiges rausgelassen." Teamchef Toto Wolff entschuldigte sich für den Ausfall. Rosberg fordert sein Team auf, das Auto standfester zu machen: "Wir hatten schon mehrere Probleme mit der Zuverlässigkeit dieses Jahr. Das ist unsere Schwäche. Das müssen wir ändern. Das Auto muss 100 Prozent standfest sein."

Für Rosberg ist es nach dem Getriebe-Defekt in Silverstone schon der zweite Ausfall. Auch Teamkollege Hamilton hatte schon 2 Nuller in Australien und Montreal, weil die Technik nicht mitspielte. Rosberg lässt sich durch den Rückschlag aber nicht entmutigen "Das ist ein sehr ernüchterndes Ergebnis. Ein harter Tag für mich. Das muss ich akzeptieren. Aber jetzt gebe ich Vollgas bis zum Saisonende. Volle Attacke für Suzuka. "

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