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Mercedes verstärkt Aufhängung

So passierte der Rosberg-Crash

Nico Rosberg - Crash - Mercedes - Formel 1 - GP Österreich - 2. Juli 2016 Foto: sutton-images.com 22 Bilder

Nico Rosbergs Unfall im dritten Training hat das Programm von Mercedes auf den Kopf gestellt. Crash-Analyse, Reparatur des Unfallautos, Verstärkung der Aufhängungen. Wir sagen Ihnen, wie der Unfall ausgangs Kurve 2 passiert ist.

02.07.2016 Michael Schmidt 1 Kommentar

Nico Rosberg war gerade auf einer schnellen Runde unterwegs, als es passierte. Plötzlich bog der Mercedes beim Beschleunigen aus Kurve 2 nach links ab und schlug zwei Mal hart in die Leitplanke ein. Den Mechanikern standen hektische zwei Stunden bis zur Qualifikation bevor. Der Mercedes mit der Startnummer 6 war vorne und hinten schwer beschädigt. Jetzt schon steht fest, dass Rosberg ein neues Getriebe braucht und fünf Startplätze zurück muss. Die Antriebselle hatte sich beim zweiten Aufprall in das Differential gebohrt.

Weder Fahrfehler, noch Materialfehler

Doch wie konnte der Unfall überhaupt passieren? Die TV-Bilder lieferten die erste Aufklärung. Links hinten knickte die Aufhängung ein. Teamchef Toto Wolff verrät, was die Analyse der Telemetriedaten und die Auswertung der Fernsehbilder ergab. „20 Meter hinter dem Kerb ist zuerst der untere Querlenker der Hinterradaufhängung in der Nähe des Radträgers gebrochen. Dann fliegt irgendein Teil weg, von dem wir nicht wissen ob es ein Stück Gummi oder Karbon ist. Und schließlich hat sich der obere Querlenker nach oben gebogen.“

Die Ingenieure kamen zu dem Schluss, dass es sich um eine Verkettung unglücklicher Umstände gehandelt hat. „Nico hat vor der Kurve Perez überholt und musste deshalb eine etwas weitere Linie nehmen. Dadurch kam er schon früh auf den Randstein und ist länger auf ihm gefahren als üblich.“ Wolff ergänzt: „Die Fernsehbilder haben deutlich gezeigt, wie das linke Hinterrad lange auf den Randsteinen oszilliert. Diese Frequenzen haben offenbar die Aufhängung gebrochen. Wir sind uns sicher: Es war weder ein Fahrfehler, noch Materialermüdung.“

Mercedes verstärkt Aufhängung

Aus Sicherheitsgründen wird Mercedes die Aufhängungen an der Radträgerseite an beiden Autos verstärken. Trotzdem bleibt die Ungewissheit, ob bei 71 Runden nicht wieder solche Umstände auftreten. Man kann den Fahrern schlecht sagen, dass sie sich von den Randsteinen fernhalten sollen.

Neuester Kommentar

"Man kann den Fahrern schlecht sagen, dass sie sich von den Randsteinen fernhalten sollen."

Ja warum eigentlich nicht? Sollen sie halt auf der Strecke (wir erinnern uns, das ist das Ding zwischen den zwei weißen Linien) bleiben!

Proesterchen 2. Juli 2016, 14:39 Uhr
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