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Rosberg fordert besseres Auto

Foto: Williams F1 20 Bilder

Nach einer enttäuschenden Saison hofft Williams-Pilot Nico Rosberg 2009 auf die Wende. Sollte ihm sein Rennstall allerdings kein konkurrenzfähiges Auto bieten, will der Wiesbadener seine Position überdenken.

25.11.2008 Tobias Grüner

Zwei Podiumsplätze in Melbourne und Singapur und sonst viele Enttäuschungen. Die vergangenen Saison brachte leider nicht den erwünschten Durchbruch für Nico Rosberg. Im Interview mit der offiziellen Formel 1-Webseite ’formula1.com’ zieht der Wahl-Monegasse ein enttäuschtes Fazit: "Wir sind mit großen Hoffnungen gestartet. Ich dachte, dass wir den Schwung in das Jahr 2008 mitnehmen können und uns weiter verbessern. Aber es sollte einfach nicht sein."

Rosberg fordert Punkteplätze

Nun verlangt der Sohn des ehemaligen Weltmeister Keke Rosberg für die kommende Saison wieder ein konkurrenzfähiges Auto. "Ich fordere kein Weltmeister-Auto, sondern einfach ein Auto, das es mir erlaubt konstant in die Punkte zu fahren", lautet der Wunsch des talentierten Blondschopfs. "Die Chancen dafür sind bestimmt da. Sollte das Jahr 2009 aber nicht den erhofften Aufschwung geben, dann muss ich meine Position für 2010 natürlich überdenken."

Solche Töne hört man von dem immer loyalen 23-Jährigen eher selten. Ein Teamwechsel kam bisher nicht in Betracht. Auch nicht, als vor der Saison McLaren-Mercedes mit einem Vertrag und einem Siegerauto winkte. Aber Rosberg weiß auch, dass er nicht ewig darauf warten kann, dass Williams zur Stärke früherer Tage zurückkehren kann. Will der talentierte Youngster Weltmeister werden, muss er früher oder später zu einem Top-Team.

Gestärkt aus der Krise

Aber noch gibt Rosberg die Saison 2009 nicht verloren. Für den Erfolg in der Zukunft muss das Team zuerst einmal herausfinden, was im vergangenen Jahr schief gelaufen ist: "Natürlich suche ich nach Antworten und ich habe dem Team auch versucht dabei zu helfen, die richtigen Antworten zu finden, aber die Situation ist nicht einfach. Wir glauben nun gut zu wissen, was falsch gelaufen ist und haben viele Dinge gelernt, die uns sicher im nächsten Jahr helfen wird."

Große Ankündigungen will Rosberg allerdings zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht wagen. Mit neuer Aerodynamik, den Slick-Reifen und der Einführung des Hybrid-Systems gebe es noch zu viele Fragezeichen: "Momentan sieht es gut aus. Aber was heißt das schon? Absolut gar nix! Weil wir keine Ahnung haben, was die anderen tun, deshalb brauchen wir es eigentlich gar nicht erwähnen."

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