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Rosberg hat Hamilton im Griff

"Einer der leichtesten Siege meiner Karriere"

Nico Rosberg - Mercedes - GP Österreich - Formel 1 - Sonntag - 21.6.2015 Foto: Wolfgang Wilhelm 63 Bilder

Nico Rosberg war in Österreich das ganze Wochenende der schnellere der beiden Mercedes. Doch was er am Samstag nicht in die erste Position ummünzen konnte, gelang ihm im Rennen. Den Grundstein legte der 29-Jährige beim Start.

21.06.2015 Andreas Haupt

In dieser Form hat Nico Rosberg eine Chance, Lewis Hamilton vom Formel 1-Thron zu stoßen. Am Sonntag lieferte der gebürtige Wiesbadener eine perfekte Vorstellung ab. Starker Start, 67 Führungsrunden, schnellste Rennrunde und kein Fehler.

Arbeit nach Start "fast schon erledigt"

Die erste Position gab der Mercedes-Pilot nur wegen eines früheren Boxenstopps im 33. Umlauf ab. So kamen auch Lewis Hamilton und Sebastian Vettel in den Genuss von ein paar Führungskilometern. Nachdem auch Hamilton und Vettel zum Service abgebogen waren, ließ Rosberg nichts mehr anbrennen. "Es war einer der einfachsten Siege in meiner Karriere“, urteilte der WM-Zweite aus dem Vorjahr und verteilte damit gleich mal eine Spitze gegen seinen Stallrivalen. Hamilton gab sich nach der Niederlage wortkarg. "Er war einfach schneller als ich im Rennen."

Den Grundstein für den Sieg legte Rosberg bereits am Start. Auf dem Weg in die erste Kurve beschleunigte er Hamilton aus, der schwerfällig vom Fleck kam. "Da war die Arbeit fast schon erledigt", resümierte Rosberg. Wieder ein kleiner Seitenhieb. Hamilton grübelte: "Ich hatte ein Problem mit der Drehzahl. Ich nahm den Fuß vom Gas und sie war immer noch oben. Als ob ich weiter auf dem Gas stehen würde. Dann habe ich die Kupplung losgelassen und ich hatte sehr stark durchdrehende Räder."

Rosberg muss Hamilton nur zweimal abwehren

Rosberg dagegen fand den richtigen Mix aus Gaspedalstellung, Drehzahl und Kupplungsdruckpunkt. Beim GP Spanien, dem fünften des Jahres, wechselte der Deutsche auf eine ältere Kupplungsspezifikation. Seither fühlt er sich wohler. "Meine Starts werden besser und besser. Der Schlüssel ist die richtige Kalibrierung der Kupplung. Wenn die passt, muss ich nur noch das Pedal in die richtige Stellung bringen und schnell reagieren."

Nur zweimal kam Hamilton ihm nahe. Auf dem Weg in die zweite Kurve wurde der Weltmeister größer und größer in Rosbergs Rückspiegel. Doch Rosberg ließ seinen Rivalen beim Anbremsen auf der Außenseite verhungern. "Die zweite Kurve hatte ich dann richtig gut erwischt." Trotzdem versuchte es Hamilton noch einmal in der Anfahrt zu Kurve drei. Allerdings wieder ohne Erfolg.

Nach ein paar Runden im Abstand von rund zwei Sekunden zog Rosberg seinem Verfolger nach und nach davon. Nur kurz vor dem ersten und einzigen Boxenstopp verkürzte Hamilton den Abstand, weil am Auto mit der Startnummer sechs der rechte Vorderreifen körnte. "Der Reifenverschleiß war extrem hoch."

Als Hamilton nach seinem Stopp auch noch den weißen Strich an der Ausfahrt überfuhr, und eine fünfsekündige Zeitstrafe auffasste, war das Rennen zugunsten für Rosberg entschieden. Nur in den letzten Runden wurde es noch einmal ein wenig spannend. Weil Rosbergs Reifen vibrierten, funkte er sein Team wild an, alles genau zu überwachen. "An den Daten war nichts zu sehen", berichtete Teamchef Toto Wolff. Rosberg mutmaßte: "Wahrscheinlich lag es an Gummischnipseln, die ich aufgesammelt habe."

Wolff lobt Rosberg

Wie in Kanada seien die Bremsen am Limit gewesen, so Rosberg. Doch dieses Mal konnte er sie in Führung besser managen. "In Kanada war ich auch super unterwegs. Nur konnte ich dort wegen der Bremsen Lewis nicht so sehr pushen wie ich gewollt hätte." Hätte er seinen Teamkollegen auch ohne dessen Probleme am Start und in der Box überflügel können? "Ich glaube nicht. Es ist einfach so schwer, an den Vordermann ranzufahren. Vor allem, wenn er das gleiche Auto hat. Da ruinierst du dir die Vorderreifen."

Zum Schluss gab es noch ein Lob vom Toto Wolff. "Nico war über das gesamte Wochenende der schnellere Mann. Bis auf die eine Runde im Qualifying. Da hatte er Untersteuern als es drauf ankam."

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