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Rosberg, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Silverstone

Vettel an der Spitze des deutschen Quintetts

GP England 2009 Foto: dpa 63 Bilder

Mit dem Sieg für Sebastian Vettel endete das Rennen aus deutscher Sicht erfreulich. Aber nicht alle Piloten aus dem deutschen Quintett konnten so gut mit dem Ergebnis leben. Timo Glock, Nick Heidfeld und Adrian Sutil nahmen nichts Zählbares mit nach Hause.

21.06.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Neben dem Sieg gelang Sebastian Vettel etwas, das ihm in seiner jungen Karriere bislang verwehrt blieb: die schnellste Runde des Rennens. Zusammen mit der Qualifying-Bestzeit sammelte der Heppenheimer alles ein, was es in Silverstone zu holen gab. "Für mich geht hier wirklich ein Traum in Erfüllung. Ich wollte hier schon immer einmal gewinnen. Schon seitdem ich das Rennen noch zu Mansells Zeiten im Fernsehen gesehen habe."

So einfach, wie das Rennen von außen ausgesehen hat, war das Rennen aus Sicht des Fahrers nicht: "Am Anfang musste ich alles geben, um einen großen Vorsprung herauszufahren. Zur Rennmitte kamen die schwierigen Überrundungen dazu. Erst zum Ende wurde es etwas ruhiger. Da konnte ich die letzten zehn Runden herunterzählen." Vettel wusste auch, bei wem er sich zu bedanken hatte: "Unsere gesamte Mannschaft hat wirklich tolle Arbeit geleistet und die neuen Teile in vielen Nachtschichten noch fertig bekommen." Die Ausgangsposition im Kampf um die WM sieht Vettel aber noch nicht groß verändert: "Der Vorsprung von Jenson ist immer noch sehr komfortabel. Er war bisher so konstant, dass er jetzt wohl nicht komplett einbrechen wird."

Adrian Sutil:

Nach dem Crash im Qualifying startete Adrian Sutil unter denkbar schlechten Vorzeichen ins Rennen. Doch der Start aus der Boxengasse war nicht das einzige Problem: "In unserer Aufwärmrunde hatten wir plötzlich ein Problem mit dem Benzindruck. Das haben wir gerade noch rechtzeitig hinbekommen. Aber es war sehr enttäuschend heute." Während Teamkollege Giancarlo Fisichella bis in die Top Ten nach vorne fuhr, musste sich Sutil nach einem verkorksten Rennen mit Rang 17 zufrieden geben.

"Wir haben es mit einer Einstopp-Strategie versucht, aber das hat auch nichts gebracht. Ich bin einfach nur herumgefahren und hatte kaum eine Chance, zu überholen. Das war ein wenig langweilig." Mit den neuen Teilen habe das Team in Silverstone die Gelegenheit auf ein gutes Ergebnis ausgelassen. "Jetzt fahren wir nach Deutschland, wo wir hoffentlich einen richtigen Vorteil aus den neuen Teilen ziehen können."

Nico Rosberg:

Mit Platz fünf konnte Nico Rosberg in Silverstone erneut wertvolle Punkte für Williams einsammeln. "Eigentlich wollte ich ja auf Platz vier kommen, aber fünf ist auch in Ordnung", erklärte der etwas enttäuschte Wahlmonegasse. Das Problem lag im eher durchschnittlichen Start des Rennens. "Da lag ich plötzlich hinter Kimi Räikkönen, der mich lange aufgehalten hat. Da habe ich auch die entscheidenden Sekunden auf Massa verloren." In den letzten Runden probierte Rosberg zwar noch einmal im direkten Duell gegen den Brasilianer zu kämpfen, musste aber gleichzeitig Jenson Button abwehren, der von hinten drückte.

"Eigentlich wollte ich am Start schon etwas mehr gutmachen. Aber ich bin schlecht weggekommen. Das war sicher ein wenig meine Schuld." Trotzdem rückte Rosberg in der ersten Runde vorbei an Trulli und Button, musste sich aber dem Ferrari von Räikkönen geschlagen geben. "Die Ferrari sind wirklich brutal schnell losgefahren." Insgesamt zog Rosberg ein positives Fazit: "Ich denke wir waren heute deutlich schneller als Toyota und damit dritte Kraft hinter Red Bull und Brawn GP."

Nick Heidfeld:

Platz 15 ist für einen Rennfahrer kein Ergebnis, über das man viele Worte verliert. Nick Heidfeld wollte gleich beim Start einige Positionen wettmachen, doch dann wurde es in der ersten Kurve eng. "Ich habe viel riskiert, aber dann waren so viele Autos auf so wenig Raum in der ersten Kurve, dass ich zurückgezogen habe. Mit den breiten Frontflügeln eckst du schnell irgendwo an." Genauso ist es dann trotz aller Vorsicht auch passiert. "Kovalainen hat mich getroffen. Ich mache ihm keinen Vorwurf. Das passiert im Getümmel."

Rechts vorne war die Endplatte des Frontflügels beschädigt. Heidfeld funkte seine Ingenieure an und wollte wissen, wie sich die Beschädigung auf den Abtrieb auswirkt. "Sie haben anhand der Daten gesehen, dass ziemlich viel verloren ging. Wir haben trotzdem entschieden, den Flügel erst beim ersten Stopp zu wechseln. Sonst hätten wir noch mehr Zeit verloren." Der zweite Turn mit den harten Reifen war für Heidfeld wie erwartet mühsam. "Erst im Schlussabschnitt lief es besser. Aber da war das Rennen schon gelaufen."

Timo Glock:

Timo Glock verpasste den achten Platz um 0,201 Sekunden. Wie Heidfeld verlor der Toyota-Pilot alles beim Start. "Ich war auf der Innenseite. Dort wurde es plötzlich immer enger. Während ich eingeklemmt war, sind außen alle an mir vorbeigerauscht." Der Achte des Trainings kam als Zehnter aus der ersten Runde zurück. "Als ich dann noch eine Zeitlang hinter Fisichella eingeklemmt war, konnte ich WM-Punkte vergessen", fluchte Glock.

Das ist umso ärgerlicher, weil der Fighter aus dem Odenwald im Mittelturn mit den harten Reifen eine furiose Fahrt auf die Bahn legte. Zwischen Runde 19 und 48 verkürzte er seinen Rückstand auf den siebtplatzierten Jarno Trulli um sechs Sekunden. Doch als Glock nach dem zweiten Tankstopp auf die Strecke zurückkehrte, lag er hinter dem Ferrari von Kimi Räikkönen. Der Finne konnte sich mit der Extra-Power von KERS jederzeit wehren. "Ich habe es in der letzten Kurve noch einmal außen herum probiert, aber es ging nichts mehr".

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