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Rosberg in Russland vom Pech verfolgt

Fokus bleibt auf 2015

Nico Rosberg - Lewis Hamilton - Mercedes - GP Russland 2015 - Sochi - Rennen Foto: Wilhelm 22 Bilder

Nico Rosberg erlebte beim GP Russland den nächsten Nackenschlag. Vier Rennen vor Saisonende braucht der WM-Dritte ein Wunder, um doch noch seinen ersten Fahrertitel in der Königsklasse einfahren zu können. Trotzdem will Rosberg seine Konzentration noch nicht auf die kommende Saison verlagern.

14.10.2015 Andreas Haupt

Nach Siegen steht es 9 zu 3 für Lewis Hamilton. Nach Pole-Positions 11 zu 3. Nach schnellsten Rennrunden 6:3. Nach Führungsrunden 535 zu 155. Da wundert es niemanden, dass auch der Abstand zwischen ihm und Nico Rosberg in der WM entsprechend groß ist. Nämlich 73 Punkte.

In einer der vielen Statistiken liegt der Deutsche allerdings vorn. Eine, auf die er gern verzichten würde. Rosberg zählt zwei Ausfälle in dieser Saison, sein britischer Teamkollege einen. "Es ist einfach ein Seuchenjahr", urteilt der 30-Jährige. "Immer, wenn ich eigentlich attackieren sollte, hatte ich Pech."

Rosberg fährt Hamilton bewusst vor der Nase herum

Beim GP Italien ließ ihn der Mercedes-V6 im Stich. Zuerst im Training, dann im Rennen als das Aggregat kurz vor Schluss mit weißen Rauchzeichen kapitulierte. 15 Punkte waren futsch. Drei Rennen später spielte beim GP Russland das Gaspedal verrückt. Und klaute dem Mercedes-Piloten wohl den Sieg. Hamilton ereilte in Singapur das Technikpech. Eine defekte Schelle an der Schlauchverbindung zwischen Airbox und Intercooler sorgte für das Aus.

Rosberg hatte aber nicht nur das Pech an den Reifen kleben. Beim GP Monaco erbte er den Sieg nach einem kapitalen Mercedes-Strategie-Fehler. In Ungarn patzte er selbst. Er schlitzte sich am Red Bull von Daniel Ricciardo einen Hinterreifen auf, als er eigentlich auf dem Weg war, Punkte auf Hamilton gutzumachen.

Beim GP Suzuka überhitzte er in der Einführungsrunde seinen Motor und verlor folglich das Startduell. In Russland machte es Rosberg besser. Er parierte Hamiltons Angriffe in den ersten Kurven. Und zeigte die Zweikampfhärte, die ihm einige im Fahrerlager absprechen. "Ich bin Lewis immer wieder vor die Nase gefahren, um ihm Downforce zu nehmen." Das Ergebnis: Hamilton rutschte in Kurve drei kurz neben die Strecke.

Wolff tut es "unglaublich leid"

Doch ein Pfennig-Defekt ließ Rosbergs Traum vom vierten Saisonsieg früh platzen. Ein Metallring an der Rückholfeder des Gaspedals hatte sich gelöst. Was zur Folge hatte, dass das Pedal nicht mehr in die Nullstellung zurück rutschte, sondern bei rund 20 Prozent stecken blieb. "Das Auto hat auch in den Kurven Gas gegeben", erklärte Rosberg, der schon einmal ein ähnliches Problem erlebte. Beim GP Monaco 2006 hemmte ihn ebenfalls das Gaspedal.

Nach sieben Runden musste er seinen Mercedes in der Box abstellen. Und mit ansehen, wie Hamilton in der WM auf 302 zu 229 Punkte stellte. Zwischen das Mercedes-Duo hat sich Sebastian Vettel mit 236 Zählern geschoben. "Es ist so bitter für Nico und es tut mir unglaublich leid für ihn", entschuldigte sich Teamchef Toto Wolff. "Nico hat das ganze Wochenende dominiert."

In der WM hilft Rosberg in den verbleibenden vier Rennen nur noch ein Wunder. Wenn er in Austin zwei Punkte auf seinen Teamkollegen verliert, sind die theoretischen Chancen auch praktisch zunichte gemacht. Der WM-Dritte will sich trotzdem noch nicht auf das kommende Jahr konzentrieren. "Ich fahre weiter Vollgas. Das Rennen habe ich am Montag verdaut. In Austin werde ich stark zurückkommen und auf Sieg fahren."

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