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Rosberg mit Motoren im Vorteil

Mercedes verzichtet auf ein Zehntel

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Freitag - 7.10.2016 Foto: sutton-images.com 11 Bilder

Die Ursache für den Motorschaden von Lewis Hamilton wird möglicherweise nie gefunden. Die Vorsichtsmaßnahmen kosten eine Zehntelsekunde. Beim Motorenkontingent hat Nico Rosberg einen Vorteil gegenüber Hamilton. Er bekommt in Austin eine frische Einheit.

07.10.2016 Michael Schmidt

Mercedes-Teamchef Toto Wolff fürchtet, dass der Grund für den Motorschaden von Lewis Hamilton nie gefunden wird. Weil die Zerstörungen im Motor zu groß sind. Und weil die Schadensanalyse bis jetzt noch keine Verdachtsmomente ergab. Nicht einmal im Öl fanden sich Spuren. Vielleicht liegt es auch an der Komplexität der Technik. „Wir wissen zum Beispiel bis heute auch nicht, warum zu Beginn der Saison bei Lewis zwei Mal eine Spindel im Ers-System kaputtgegangen ist.“

Damals behalf sich Mercedes mit einer Neukonstruktion des betreffenden Teils. Man baute Absicherungen ein, in der Hoffnung sie helfen. Bis dato ist der Schaden nie wieder aufgetreten. Bei Hamiltons Motorschaden geben die Ingenieure zu: „Ein flaues Gefühl im Magen bleibt. Weil der Schaden aus heiterem Himmel kam und im Prinzip viele Dinge dafür verantwortlich sein könnten.“

Phase 4-Motor sieht nie die Rennstrecke

Auch die Art des Schadens ist ungewöhnlich. Es erwischte das Lager, zwischen dem Pleuel des zweiten Zylinders und der Kurbelwelle. „Alle anderen Lager sind absolut in Ordnung“, erklärte Technikchef Paddy Lowe. Es gibt auch kein Indiz dafür, dass ausgerechnet dort die Ölversorgung unterbrochen war.

Mercedes hat für Suzuka reagiert. Das Öl ist von einer Spezifikation, wie sie vor dem GP Belgien zum Einsatz kam. Und der Motor wird in bestimmten Bereichen mit konservativeren Parametern gefahren. „Das kostet ungefähr ein Zehntel“, verrät Wolff.

Lewis Hamilton hat jetzt für die verbleibenden fünf Rennen zwei Phase 3-Motoren im System. Beide wurden in Spa zum ersten Mal eingesetzt und kamen im Wechsel ins Auto. Dazu gibt es noch einen uralten Phase 2-Motor, der aber nur am Freitag verwendet wird. Nico Rosberg fährt seit Spa einen Phase 3-Motor und kann am Freitag ebenfalls auf ein älteres Phase 2-Modell zurückgreifen.

Aber der WM-Spitzenreiter hat noch einen Joker in der Hand. Weil er erst vier Antriebseinheiten verbraucht hat, bekommt er in Austin sein fünftes Triebwerk, das dann die restlichen vier Wochenenden halten muss. Es wird sich dabei ebenfalls um den Phase 3-Typ handeln. Damit steht auch fest, dass der bereits entwickelte Phase 4-Motor nie die Rennstrecke sehen wird. „Der Unterschied wäre sowieso minimal gewesen“, winkt Niki Lauda ab.

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