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Rosberg sieht rote Gefahr

Sorgt Vettel für Strategie-Streit?

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 14. März 2015 Foto: xpb 110 Bilder

Nico Rosberg gibt zu, dass der Ferrari-Sieg in Malaysia wie ein Schock für Mercedes kam. In Zukunft könnte es häufiger dazu kommen, dass die beiden Silberpfeil-Piloten unterschiedliche Strategien fahren müssen, um den Sieg zu sichern. Das riecht nach Ärger.

09.04.2015 Tobias Grüner

Nico Rosberg wusste gar nicht genau, ob er sich über den Vettel-Sieg in Sepang freuen oder ärgern sollte. "Er hat mir natürlich geholfen, weil ich somit nur 3 Punkte auf meinen Teamkollegen verloren habe. Aber es kam für das Team wie ein Schock. Damit haben wir nicht gerechnet. Das war ein Weckruf und ein frischer Impuls für das ganze Team."

Rosberg startet mit 2 Niederlagen

Mit einem zweiten und einem dritten Platz verlief der Saisonauftakt von Rosberg nicht wie geplant. Doch der Vizeweltmeister sieht es positiv: "Ich habe nur 10 Punkte Rückstand auf den WM-Spitzenreiter. Und es sind noch Unmengen von Punkten zu vergeben. Es gibt keinen Grund zur Panik. Am Ende können wieder andere Faktoren wie die Konstanz eine wichtige Rolle spielen."

Allerdings gibt Rosberg auch zu, dass die Erwartungen mit den Erfolgen der vergangenen Saison gestiegen sind. Zweite und dritte Plätze fühlen sich mittlerweile an wie Niederlagen. "Man passt sich schnell an. Für uns zählen jetzt nur noch Siege."

Diese Siege könnten nicht mehr so einfach zu feiern sein, wie noch 2014. Die Mercedes-Ingenieure haben ausgerechnet, dass Ferrari vor allem in Sachen Rennpace auf Augenhöhe ist. In Malaysia kam noch eine unglückliche Strategie dazu. "Wir hatten uns vorher für diese Taktik entschieden und haben den Plan durchgezogen", so Rosberg. "Heute hätten wir uns vielleicht anders entschieden. Vor allem für mich war es ärgerlich, weil ich als zweites Auto beim Boxenstopp warten musste. Wäre ich draußen geblieben, hätte ich vielleicht um den Sieg kämpfen können."

Ferrari zwingt Mercedes in die Strategie-Bredouille

Doch im Zweifel entschieden sich die Mercedes-Ingenieure bisher stets dafür, beiden Fahrern die gleiche Strategie zu verpassen. Das könnte sich ändern. "Wenn uns Ferrari weiter unter Druck setzt könnte es häufiger passieren, dass wir unterschiedliche Strategien fahren, um dem Team den Rennsieg zu sichern", gibt Rosberg zu. Doch zwei Fahrer mit unterschiedlichen Strategien bedeutet auch immer Ärger. Einer von beiden bekommt immer die schlechtere Taktik.

"Natürlich ist das aus Piloten-Sicht nicht gut. Aber der erste Fahrer bekommt ja nicht absichtlich die falsche Strategie. Aber manchmal entpuppt sich die theoretisch schlechtere Strategie am Ende als die Bessere", so Rosberg. Außerdem drohen beide Mercedes-Piloten mit unterschiedlichen Strategien auf der Strecke direkt aufeinander zu treffen. Das führte zuletzt beim GP Ungarn 2014 zu Stunk.

In China müssen die Mercedes-Taktiker wohl noch nicht groß grübeln. Alles spricht dafür, dass Mercedes wieder deutlich das Tempo diktiert. Rosberg gibt sich selbstbewusst: "Ich erwarte, dass wir hier wieder stärker sind. Das Layout der Strecke wird uns helfen. Hier sind die Vorderreifen stark unter Druck. Das kommt uns entgegen." Für Mercedes sprechen zudem die kühlen Temperaturen und ein etwas größeres Update-Paket. "Der neue Frontflügel sieht doch schon schnell aus, oder?", grinst Rosberg.

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