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Rosberg über Duell mit Hamilton

"Hatten schon viel schlimmere Zeiten"

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Bahrain - 16. April 2015 Foto: xpb 60 Bilder

Nico Rosberg hat den Streit mit Teamkollege Lewis Hamilton abgehakt. Doch vor einer erneuten Diskussion über das Thema konnte er sich nicht wehren. Trotz Kritik an den Äußerungen nach dem GP China sagt der Mercedes-Pilot: "Ich würde es wieder genauso machen."

16.04.2015 Tobias Grüner

Nico Rosberg hatte einen anstrengenden Donnerstag-Nachmittag (16.4.2015) in Bahrain. Erst wurde der Deutsche von zahlreichen TV-Crews gelöchert. Dann musste er sich von der schreibenden Presse rechtfertigen. Es gab dabei stets nur ein Thema: Das Duell mit Lewis Hamilton in China, den anschließenden Streit und das aktuelle Verhältnis zwischen den beiden WM-Rivalen.

Rosberg findet Diskussion nach China übertrieben

"Das Thema ist Vergangenheit. Ich muss die Antwort jetzt auf der Strecke geben", versuchte Rosberg die Diskussion im Keim zu ersticken. Der Versuch blieb erfolglos. Vor allem die britischen Medienvertreter bohrten immer wieder nach, ob im Stallduell fair gespielt wurde. "Es war keine eindeutige Situation. Deshalb gibt es unterschiedliche Meinungen", nahm Rosberg den verbalen Notausgang.

Nach dem Rennen in China hatte sich der Vizechampion noch deutlich angriffslustiger gezeigt. Rosberg hatte seinem Teamkollegen Eigensinn vorgeworfen. Das brachte ihm Kritik von vielen Experten und Ex-F1-Piloten ein. "Wenn ich nichts sage, werde ich kritisiert, weil ich nichts sage", verteidigte sich der Deutsche. "Deshalb würde es genauso wieder machen. Ich war einfach enttäuscht nach dem Rennen und wollte die Fakten darlegen."

Mit Unverständnis reagierte der Pilot auf die wiederholten Nachfragen. "Es bringt jetzt nichts, lange über das Thema zu grübeln. Das Thema gar nicht so groß - da hatten wir schon viel schlimmere Zeiten in unserem Duell. Es ist für mich schon seit Sonntag Vergangenheit. Die ganze Diskussion war etwas übertrieben."

Hamilton sieht keine Probleme

Auch Teamkollege Hamilton rauchte in Bahrain die Friedenspfeife: "Es gibt keine Probleme zwischen Nico und mir. Wir haben heute morgen geredet und alles ist gut. Es wird immer Momente geben, in denen einer unglücklich über manche Dinge ist. Aber wir sind Erwachsene und werden darüber hinwegkommen."

Hamilton kann die ganze Angelegenheit locker sehen. 17 Punkte beträgt der Vorsprung in der WM auf Rosberg. Sein deutscher Widersachser hofft in Bahrain endlich auf den Konter. "Ich glaube, dass ich auf dieser Strecke Vorteile habe. Aber das habe ich auch schon bei den letzten beiden Rennen gedacht. Natürlich muss ich die Serie von Lewis stoppen. Das sage ich bereits seit Malaysia. Letztes Jahr hatte er aber auch mal 4 Siege in Serie zu Saisonbeginn und danach hatte ich meine beste Phase. Es ist also noch alles möglich."

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