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Rosberg und Kubica mit Ausfällen in Suzuka

Der Fluch der verlorenen Räder

Nico Rosberg Foto: xpb 32 Bilder

Nico Rosberg und Robert Kubica fühlten sich in Suzuka wie ihre Vorfahren in den sechziger Jahren. Formel 1-Weltmeister Graham Hill hat einmal gesagt: "Wenn mich ein Rad überholt, weiß ich, dass ich in einem Lotus sitze." Beim GP Japan betraf es Mercedes und Renault - nicht das erste Mal in dieser Saison.

11.10.2010 Michael Schmidt

Robert Kubica sprach nach dem GP Japan von Glück im Unglück. Der Pole parkte seinen Renault während der Safety-Car-Phase in der dritten Runde. An der rechten Hinterradaufhängung fehlte des Rad.

"Wenn mir das im Renntempo passiert, habe ich einen schlimmen Unfall." Da der Vorfall kurz nach dem Start passierte, liegt der Verdacht nahe, dass die Radmutter nicht mit genügend Drehmoment angezogen oder verkantet war. Die Vibrationen beim Start könnten die Radmutter gelockert haben. Michael Schumacher war etwas Ähnliches in der Anfangsphase des GP Malaysia passiert.

Rosberg hat zum zweiten Mal ein Rad ab

Bei Nico Rosberg lag der Fall anders. Als der Mercedes-Pilot in den S-Kurven sein linkes Hinterrad verlor und spektakulär von der Strecke flog, da lag der Boxenstopp 46 Runden zurück. Schwer vorstellbar, dass ein Fehler bei der eiligen Montage des Rades so viel später seine Folgen zeigt.

Auch Rosberg ist ein gebranntes Kind. Beim GP Ungarn verlor er kurz nach dem Reifenwechsel noch in der Boxengasse ein Hinterrad. Vor Ort ließ sich weder bei Kubica noch bei Rosberg eine Diagnose stellen. Mercedes und Renault haben eine Aufklärung der Hintergründe angekündigt.

Höheres Risiko durch schnellere Boxenstopps

Lose Räder gab es in diesem Jahr auch bei Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Michael Schumacher. Das sind eindeutige Vorboten, dass sich da ein selbstgemachtes Problem zusammengebraut hat.

Um die Boxenstopps zu beschleunigen, werden die Radmuttern mit so wenig Druck wie möglich auf die Radnaben gehämmert. Das spart Zeit beim Auf- und beim Abziehen. Der Unterschied zwischen 22 und 20 atü Druck macht bis zu einer halben Sekunde aus. Die schmaleren Vorderräder tragen den Felgenkranz weiter außen als im Vorjahr. Damit wirken andere Kräfte auf das Rad.

Höhere Kosten durch billigere Radträger

Seit die Radträger aus Kostengründen aus Aluminium statt aus faserverstärkten Metallen gefertigt sind, sorgen Verwindungen im Umfeld für Pannen. Vettels loses Rad in Melbourne und auch sein Bremsversagen in Barcelona gehören dazu. "Unter dem Strich ist es nur teurer geworden", klagt Red Bull-Teamchef Christian Horner. "Wir brauchen jedes Rennen neue Radträger. 2009 sind wir mit zwei Satz durch die Saison gekommen."

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