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Nico Rosberg

"Vielleicht wäre der Sieg drin gewesen"

Formula 1 Grand Prix, China, Sunday Race Foto: xpb 110 Bilder

Endlich kam bei Mercedes GP Hoffnung auf. Nico Rosberg führte das Rennen in China insgesamt 14 Runden lang an. Doch dann die herbe Enttäuschung: Ab Runde 43 musste Rosberg Sprit sparen und seine Hoffnungen begraben.

17.04.2011 Bianca Leppert

Ein Dramatiker hätte diese Geschichte wohl nicht besser schreiben können. Mercedes GP mischte beim Grand Prix von China an der Spitze mit. In der ersten Hälfte des Rennens präsentierte sich Nico Rosberg so stark, dass er die Zeiten von McLaren und Red Bull mitgehen konnte. Nach dem ersten Boxenstopp lag der Deutsche ganz vorne. Sein früher Stopp zahlte sich aus.

Rosberg wunderte sich

Auch nach der zweiten Boxenstopp-Runde lag Rosberg noch in Führung. "Zu diesem Zeitpunkt habe ich das noch nicht richtig realisiert", sagt Rosberg. "Ich dachte mir nur: Komisch, was geht denn jetzt ab?" Nach seinem dritten Stopp musste er den Platz an der Sonne wieder abgeben.

So oder so wäre der Kampf um einen Podiumsplatz oder gar einen Sieg aber verlorene Liebesmüh gewesen. In Runde 43 gab das Team ihm per Funk durch, er müsse Sprit sparen.

"Wir hatten einen höheren Verbrauch, als berechnet", erklärt Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Offensichtlich hatten die Strategen nicht geahnt, dass Rosberg so schnell unterwegs sein würde. Die Kalkulation stützte sich auf die Erfahrungen aus den Long-Runs am Freitag. Das Team hat sich selbst unterschätzt und so eine bessere Platzierung verspielt. "Aber das ist ein besseres Gefühl, als andersherum", verteidigt sich Haug. Teamchef Ross Brawn ist ratlos: "Wir müssen analysieren, warum wir im Rennen - selbst angesichts der veränderten Grip- und Streckenverhältnisse - einen so viel höheren Spritverbrauch als im Training hatten."

Rosberg bitter enttäuscht

Immerhin konnte sich Rosberg noch auf dem fünften Platz halten. Für den 25-Jährigen nur ein schwacher Trost. Auch noch drei Stunden nach dem Rennen, als er sich von seinen Mechanikern in der Box verabschiedete, war er sichtlich geknickt. "Heute wäre vielleicht der Sieg drin gewesen", gibt er mit leiser Stimme zu Protokoll. "Als mir die Box durchgab, ich soll Sprit sparen, dachte ich 'Schade'. Natürlich war ich enttäuscht." Seine Emotionen hält Rosberg bei der Arbeit gerne zurück. Wie es wirklich in ihm aussah, bedarf keiner lebendigen Fantasie.

Schumacher hatte Spaß

Michael Schumacher musste am Ende ebenfalls Sprit sparen. Der siebenmalige Weltmeister setzte sich zu Beginn des Rennens wieder einmal mit einem Bomben-Start in Szene. Von Platz 14 katapultierte er sich auf Rang neun vor. Auf diesem Niveau hielt er sich das ganze Rennen über und wurde schließlich Achter. "Ich schätze er hat ein oder zwei Plätze wegen des Sprit-Problems verloren", sagt Haug. Schumi hatte trotzdem Spaß: "Der Grand Prix heute Nachmittag war richtiges Racing mit viel Spannung", sagt er. "Wir haben mit unserem Auto einen großen Sprung gemacht."

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