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Rosberg gegen Hamilton

Konter der Jammerlappen

Rosberg & Hamilton - GP Kanada 2016 Foto: sutton-images.com 105 Bilder

Beim Fahrer-Briefing in Baku ging es heiß her. Lewis Hamilton hatte die Stimmung angeheizt, weil er seine Kollegen in der englischen Presse als Jammerlappen bezeichnet hatte. Bei der Diskussion um die Boxeneinfahrt spitzte sich der Konflikt zu. Nico Rosberg verpasste dem Teamkollegen einen Konter.

18.06.2016 Michael Schmidt 4 Kommentare

Es hatte sich noch kein Rad in Baku gedreht, da standen schon die ersten Bedenkenträger auf dem Plan. Nico Rosberg und Jenson Button hatten die knappen Auslaufzonen beklagt. Felipe Massa nahm die Boxeneinfahrt unter Beschuss. Zu schnell, zu wenig klar abgetrennt von der Strecke.

Lewis Hamilton zeigte auffälliges Desinteresse an den Bedenken seiner Kollegen. Er lief die Strecke nicht einmal ab und sagt nur: „Ich sehe von meinem Hotelzimmer nur eine Kurve. Und da gibt es mir fast schon zu viel Auslauf.“

Nach den ersten 180 Minuten Training legte der Weltmeister nach. Er stufte den Baku City Circuit mit der Note 7 auf einer Skala von 10 ein und schimpfte seine Kollegen Jammerlappen, weil sie immer nur Gefahren sehen.

Als Max Verstappen beim Fahrer-Briefing die Boxeneinfahrt als zu gefährlich einstufte, platzte Hamilton der Kragen: „Das ist ein Sport für Männer. Ich sehe kein Problem mit der Boxeneinfahrt. Sie ist, wie sie ist, und damit musst du dich abfinden, wenn du zu uns gehören willst.“

FIA beruhigt Fahrer

Nico Rosberg sprang dem Holländer prompt zur Seite und erinnerte Hamilton an das gerade abgelaufene Technik-Meeting bei Mercedes: „Hast du da nicht gesagt, dass du in der Boxeneinfahrt fast abgeflogen wärst?“ Rosberg hatte die Lacher im Fahrer-Gremium auf seiner Seite. Die Rennleitung reagierte trotzdem. Die Boxeneinfahrt wurde deutlicher von der Strecke abgetrennt.

Auch die schmalen Auslaufzonen wurden angesprochen. FIA-Rennleiter Charlie Whiting versicherte den Fahrern, dass man alles genau berechnet hätte. Die Länge der Sturzräume, die Positionierung und Stärke der Tecpro-Barrieren und die Lage der Safer-Barrier-Banden in den superschnellen Kurven. Fazit: Es gibt keinen Grund zur Sorge.

Zum Schluss kam Button noch mit der Kritik auf, es gebe zu viel künstliche Safety-Car-Phasen. Sie benachteiligen immer einige Fahrer im Feld, je nachdem wo sie das VSC-Zeichen zum ersten Mal sehen. Man solle doch kleinere Probleme wieder mit gelben Flaggen regeln.

Doch die FIA bleibt in diesem Fall hart. Man will keinen zweiten Fall Bianchi. Da hatten die Fahrer gezeigt, dass sie gelbe Flaggen auch mal ignorieren. Eine VSC-Phase zwingt alle zum Langsamfahren.

Neuester Kommentar

confi-user 3 Sie haben recht behalten. Das Rennen lief sogar ziemlich glatt ab, wenn man einmal von der ersten Kurve nach dem Start absieht. Alle Fahrer waren sich der Situation in Baku bewusst und haben nur dort angegriffen, wo ein Überholen ohne Berührung möglich war. Ich habe mich vom "wilden" Qualifying am Samstag zu sehr beeinflussen lassen und mit den schmalen Winkeln und Kanten nach den langen Geraden Schlimmes beim Rennen befürchten lassen.

Ginnisickel 21. Juni 2016, 00:22 Uhr
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