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Rosberg warnt vor Vettel

"Müssen Ferrari im Auge behalten"

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1-Test - Jerez - 3. Februar 2015 Foto: Stefan Baldauf 29 Bilder

Nico Rosberg bleibt der Marathon-Mann von Jerez. Nach 157 Runden an Tag 1 spulte er am dritten Testtag 151 Umläufe ab. Obwohl sein Mercedes für eine Stunde streikte. Besonders beeindruckt zeigt er sich von Ferrari.

03.02.2015 Andreas Haupt

Keiner hat bislang mehr Kilometer abgerissen als Nico Rosberg. Noch nicht mal im Ansatz. Der Vizeweltmeister legte bei seinen zwei Einsätzen bei den Formel 1-Wintertestfahrten in Jerez insgesamt 308 Runden zurück. Weit mehr als 4 Renndistanzen also. In Kilometern ausgedrückt sind es zusammengerechnet 1.363. Das entspricht ungefähr der Wegstrecke zwischen München und Barcelona.

Rosberg beendet Testtag auf drittem Platz

Am Ende des 3. Testtages belegte Rosberg wie am Sonntag den dritten Rang. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 0.437 Sekunden. Doch der Fokus bei Mercedes liegt nicht auf Rundenzeiten. Das Weltmeisterteam will in Jerez vor allem Kilometer schrubben, um die Zuverlässigkeit zu verbessern. "Unser großes Augenmerk ist die Standfestigkeit. Alle Probleme, die wir hier in Jerez entdecken, sind noch einfach für uns zu lösen bis zum Saisonstart. Ab Barcelona wird das schon schwieriger", erklärt der Vizeweltmeister.

Reibungslos lief der Testtag für den Wahlmonegassen nicht ab. Um 12:55 Uhr, also kurz vor Testhalbzeit, stoppte ihn die Elektronik seines Mercedes AMG W06. "Die Elektronik hat am Motor etwas gesehen, was ihr nicht gefallen hat", berichtete Technik-Chef Paddy Lowe. Vorsichtshalber drehte sie dem V6-Turbo den Hahn zu. Rosberg sprach auf seiner Presserunde auch von einem Benzinproblem. Darüber hinaus habe es tagsüber kleine Schwierigkeiten mit der Telemetrie-Übertragung aus dem Auto an die Box gegeben. "Und noch ein paar weitere Kleinigkeiten."

Neuer Mercedes-Motor noch nicht perfekt

Vor allem am späten Nachmittag experimentierte Mercedes mit FloViz-Farbe an verschiedenen Teilen des Autos. Damit wollen die Ingenieure den Luftstrom um das Auto widerspiegeln. Neue Teile habe man am Renner aber nicht gehabt, sagte Rosberg.

Sein Rennwagen trägt in Jerez bereits die 2015er Motorenspezifikation im Heck. Unter der Regie von Motorenchef Andy Cowell hat Mercedes ein neues Triebwerk auf Kiel gelegt (Technik-Bericht). Es soll zwischen 20 und 40 PS stärker als das Vorjahresmodell sein. "Der Motor läuft noch nicht so rund wie im letzten Jahr. Wir müssen noch die richtigen Einstellungen finden. Es ruckelt zum Beispiel noch etwas beim Rausbeschleunigen", befindet Rosberg.

Von der Konkurrenz hat ihn bislang besonders Ferrari überzeugt. Die gestrige Zeit von Sebastian Vettel (1:20.984 Minuten) sei ein "eye opener" gewesen, "weil sie einfach gut war". Mercedes müsse Ferrari also im Auge behalten. "Aber wir sind nach wie vor zuversichtlich, was den Saisonstart angeht."

Dass der Große Preis von Deutschland nach wie vor auf der Kippe steht, stimmt Rosberg traurig. "Der deutsche Grand Prix gehört wie der britische zu den legendären Rennen. Deutschland muss ein fundamentaler Part des Kalenders sein. Ich bin enttäuscht, dass der Grand Prix noch nicht fest im Kalender ist. Deutschland hat eine große Formel 1-Tradition und gehört einfach in den Kalender."

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