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Ross Brawn blickt auf 2014

"Eine Saison wie vor 20 Jahren"

Ross Brawn Jerez Test F1 2013 Foto: SB-Medien 28 Bilder

Die Formel 1 wartet gespannt auf die neue Turbo-Formel. Nicht alles wird so schlecht, wie es prognostiziert wurde. Ross Brawn verspricht eine spannende Saison. Weil die Formel 1 im ersten Jahr der neuen Ära wahrscheinlich viele Überraschungen bieten wird. Brawn prophezeit eine wesentlich höhere Ausfallquote.

12.07.2013 Michael Schmidt

Alle haben vor dieser Formel gehörigen Respekt. Die Formel 1 erwartet ein technisches Monster. Niki Lauda zieht sein Kapperl: "Was da entsteht, ist ein technisches Wunderwerk." Auch Red Bull-Teamchef Christian Horner spricht von der größten technischen Herausforderung seit langer Zeit.

Nicht nur für die Motorentechniker. Auch für die Aerodynamiker, die mit reduziertem Abtrieb leben müssen und die Verpackungskünstler, die Motor, Turbolader, Batterien, Auspuff und Kühlung unterbringen müssen. Sein Technikchef Adrian Newey fürchtet, dass der Motor wieder wichtiger wird als das Auto. "In der Spitzenleistung werden die Motoren eng zusammenliegen. Den Unterschied macht die Leistung unter den Vorgaben des Spritverbrauchs im Rennen", orakelt Horner.

Mehr als 800 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment

Die Motoren werden deutlich stärker werden als die Pessimisten glauben. Deutlich über 800 PS in der Qualifikation. Dazu fast eine Verdoppelung des Drehmoments. Von 320 auf 600 Newtonmeter. Das schreckt vor allem Pirelli. "Wir erwarten 2014 die gleichen Abtriebswerte wie 2012. Deshalb werden wir mit den Reifen kein Risiko eingehen. Sie werden Reifen erleben, die kaum abbauen", verspricht Pirelli-Sportchef Paul Hembery. Der KERS-Knopf verschwindet. Das Energiemanagement übernimmt der Computer. Die Fahrer können maximale Leistung über einen Kickdown abrufen.

Brawn prophezeit viele Ausfälle

Das klingt nach vorhersehbaren Rennen. Mercedes-Teamchef Ross Brawn verspricht eine spannende Saison. "Wir werden uns in eine Zeit zurückversetzen wie vor 20 Jahren. Die Technik ist so komplex, dass ich viele Schäden erwarte. Das wird dann das neue Überraschungsmoment."

Brawn glaubt nicht, dass die Teams mit fünf Motoren pro Fahrer auskommen. "Und wenn es nicht ganze Motoren sind, dann doch einzelne Komponenten, die kaputtgehen." Zur Erinnerung. Ab jedem Motor über dem Kontingent von fünf Einheiten muss der Teilnehmer aus der Boxengasse starten. Braucht er einen sechsten Turbolader, ein sechstes Batterie-Set oder einen sechsten Generator, dann beträgt die Strafe zehn Startplätze.

Es wird schwer auf Fehler zu reagieren

Bei den Autos beginnen die Ingenieure mit einem weißen Blatt Papier. Die Top-Teams haben bereits 2012 ihre Arbeit aufgenommen. "Optisch werden sich die Autos nicht so stark ändern", verspricht Horner. Der Frontflügel ist schmaler, das untere Heckflügelelement fehlt, und der Auspuff tritt auf Höhe der Rückleuchte im Zentrum des Autos aus. Damit spielt er für Aerodynamiker keine Rolle mehr. Mangels Erfahrung muss der erste Schuss sitzen. Ross Brawn fürchtet: "Wenn sich da einer großartig verspekuliert, wird es schwer das wieder zu korrigieren. Es müssen im Heck viel mehr Teile unter die Verkleidung gepackt werden. Es wird schwierig werden, die im großen Stil umzuordnen."

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