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Ross Brawn

„Man muss genauer hinschauen“

Mercedes W04 Jerez 2013 Foto: xpb 48 Bilder

Ross Brawn hat die Kritik einiger Technik-Experten gekontert, der neue Mercedes sei zu konservativ. Man müsse genau hinsehen, um alle Änderungen zu sehen. Außerdem kommen viele Teile erst im Laufe der Testfahrten.

04.02.2013 Tobias Grüner

Gewöhnen Sie sich nicht zu früh an den Anblick des neuen Mercedes AMG W04. Der neue Silberpfeil ist noch eine rollende Baustelle. An allen Ecken und Enden kündigt Teamchef Ross Brawn Veränderungen für die nächsten Wochen an. So soll ein neuer Frontflügel zum Beispiel erst Ende der Woche in Jerez eintreffen.

Ross Brawn legt Wert auf Details

Im Fahrerlager wurde den ganzen Tag eifrig diskutiert. Sieht so ein Auto aus, das mit einem Schlag den Rückstand auf die Top-Teams eindampfen kann? Zu brav, zu konservativ zu wenige neue Ideen, kritisierten die Technik-Experten beim Studium der ersten Bilder.

Brawn will die Kritik nicht gelten lassen. „Da müssen einige wohl mal genauer hinschauen. Die Innovationen stecken in vielen Details“, grinst der 58-jährige Engländer. „Die Umstrukturierungen, die wir in den vergangenen 18 Monaten im Team vorgenommen haben, sind auf einem guten Stand und das zeigt sich im W04, der mit Blick auf das Design und den Detailgrad ein klarer Fortschritt gegenüber seinem Vorgänger ist.“

In Sachen Auspuff werden wir während der Wintertests gleich mehrere Lösungen sehen. Auch beim Thema passives DRS ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Schon in der letzten Saison hatte Mercedes häufig Systeme getestet, die ab bestimmten Geschwindigkeiten automatisch die Strömung am Heckflügel stören. Allerdings gab es immer wieder Probleme.

Bleibt Reifenverschleiß das große Problem?

„Es ist nicht einfach, den Switch genau zu bestimmen. Wir können nicht sagen, dass wir hier eine gut funktionierende Lösung gefunden haben. Aber wir arbeiten weiter daran.“ Auch in Sachen Reifenverschleiß gibt es noch keine Entwarnung. Der neue Silberpfeil hat eine neue Hinterradaufhängung, mit der die Ingenieure theoretisch flexibler reagieren können.

„Wir wollen hier konstanter werden. Der Reifenverschleiß war ein Punkt, auf den wir uns besonders konzentriert haben.“ Die neue, weichere Pirelli-Generation könnte den Fortschritt allerdings wieder zunichtemachen. Brawn will aber noch nicht zu früh Alarm schlagen. „Man muss erst einmal abwarten, welche Mischungen zu den Rennen gebracht werden und wie aggressiv Pirelli bei der Auswahl ist.“

Das Ziel für die Saison 2013 ist einfach. „Wir wollen einen Schritt nach vorne machen. Wir müssen uns verbessern. Die Leistung aus der vergangenen Saison ist nicht akzeptabel.“ Brawn forderte sein Team auf, das Entwicklungstempo das ganze Jahr über hochzuhalten. „2012 hatten wir etwas nachgelassen. Ich bin aber optimistisch.“

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