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Mercedes Teamchef Ross Brawn

Silberpfeil bleibt ein Siegerauto

Ross Brawn Porträt GP Australien 2012 Foto: Wilhelm 27 Bilder

Mercedes-Teamchef Ross Brawn ist sich sicher, dass der Silberpfeil auch in den nächsten Rennen um Siege kämpfen wird. Das Superhirn gibt sich im Interview zuversichtlich, dass der Rennstall im Entwicklungswettlauf mit der Konkurrenz mithalten kann.

08.05.2012 dpa
Vier Sieger in vier Rennen, reichlich Action auf der Strecke - wie fällt Ihr Zwischenfazit aus?

Brawn: Aufregend war es vor allem für die Zuschauer, für die Teams war es eher kompliziert. Die ersten vier Rennen waren bei allen Teams von Unbeständigkeit geprägt. Wir sammeln immer noch Erfahrungen mit unseren Autos, vor allem aber darüber, wie unsere Autos mit der neuen Reifen-Generation funktionieren. Wenn man es auf den Punkt hinbekommt, wie wir in China, dann kommen großartige Ergebnisse heraus. Das ist eine zusätzliche Herausforderung für alle. Für den Sport ist das ganz sicher toll.

Wird es bei dieser Unbeständigkeit bleiben?

Brawn: Letztlich werden sich die besten Autos durchsetzen, weil die Teams die Sache mit den Reifen immer öfter richtig hinbekommen werden. Es kann vielleicht etwas dauern, bis die Rangfolge der Teams feststeht. Aber ich denke, dass die guten Teams und die guten Fahrer letztlich immer den besseren Job machen werden.

Was hat denn der erste Sieg des Teams durch Nico Rosberg bewirkt?

Brawn: Es hat dem Team natürlich einen Schub gegeben. Wir waren sehr stolz, den ersten Silberpfeil-Sieg der neuen Ära einzufahren und dass wir Nico seinen ersten Sieg ermöglicht haben. Er war ganz sicher schon vorher gut genug dafür, wenn er zur rechten Zeit im richtigen Auto und im richtigen Team gewesen wäre. Es ist eine große Motivation für das Team, eine tolle Leistung. Aber das geht so schnell wieder vorbei. Wir müssen uns auf die Herausforderungen der Zukunft konzentrieren, nicht auf die Erfolge der Vergangenheit.

Hat sich Rosberg damit endgültig als Top-Fahrer bewiesen?

Brawn: Dem Team musste er nichts mehr beweisen, höchstens noch einigen Außenstehenden. Das war so eine dominante Vorstellung. Es war so beeindruckend, wie er es geschafft hat. Deshalb hat er vielleicht noch mehr Aufmerksamkeit dafür bekommen. Aber im Team hatten wir schon vorher eine hohe Meinung von ihm.

Michael Schumacher hatte zuletzt erneut viel Pech - oder will er einfach zu viel?

Brawn: Glück ist etwas ganz Seltsames. Wenn ich ehrlich bin, haben wir in den letzten zwei Rennen nicht unseren besten Job für ihn gemacht. Sonst hätte er zwei sehr starke Ergebnisse einfahren können. In Shanghai hatten wir das Problem bei seinem Boxenstopp, in Bahrain ging sein Heckflügel kaputt. Wir sind ein Team, wir machen das alles zusammen. Michael ist einer der besten Teamplayer, er akzeptiert diese Dinge. Er hat ein bisschen Pech gehabt, obwohl er dieses Jahr sehr stark ist. Wenn wir alles richtig machen, dann werden wir auch bei ihm die Ergebnisse sehen. Und das werden wir schaffen.

Wie ist Ihre Erwartungshaltung nach den Lehren des Saisonstarts?

Brawn: Die Fahrer haben in allen vier bisherigen Rennen einen hervorragenden Job gemacht. Wir haben leider das Auto nicht jedes Mal so zum Arbeiten bekommen, wie wir es uns gewünscht hätten. Wenn wir mit dem Auto mehr Konstanz erreichen, dann werden diese beiden Fahrer das Maximum daraus machen. Es liegt ganz einfach am Team, diese Grundlage zu liefern.

Haben Sie denn auch für die nächsten Rennen ein Siegerauto?

Brawn: Ja, da bin ich sicher. China war kein Zufall. Wir haben ein sehr intensives und konkurrenzfähiges Entwicklungsprogramm. Während der ersten vier Rennen in Übersee konnten wir noch nicht so viel verändern, aber wir haben noch einiges in der Hinterhand. Auf diese Weise können wir unsere Leistung stabilisieren und vielleicht sogar noch steigern.

Können Sie denn im Entwicklungsrennen mit Teams wie Red Bull, McLaren oder Ferrari mithalten?

Brawn: Ja. Wir haben das Team im vergangenen Jahr verstärkt. Wir haben Bob Bell, Aldo Costa und Geoff Willis geholt, das zahlt sich jetzt genauso aus wie einige andere strategische Veränderungen. Ich glaube nicht, dass wir unseren Gegnern in irgendeiner Weise unterlegen sind. Und das sollten auch unsere Ergebnisse zeigen.

Wie sehen die Erwartungen für Barcelona aus?

Brawn: Es kommt selten vor, dass wir auf einer Strecke fahren, auf der wir im Winter so viele Runden getestet haben - dennoch stellt das Rennwochenende eine ganz andere Herausforderung dar. Unser Test in Mugello verlief positiv und ich glaube, dass wir die Reifen und die Abstimmung unseres Autos jetzt viel besser verstehen. Obwohl wir die Strecke so gut kennen, liegt noch sehr viel Arbeit vor uns - das wird eine schöne Aufgabe für unser Team.

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