In den letzten zwölf Monate dürfte es Ross Brawn nur selten langweilig geworden sein. Nach dem Ausstieg von Honda musste er innerhalb weniger Monate den Rennstall retten, einen neuen Motorenpartner finden und das Auto für die Saison 2010 fertigstellen. Der WM-Titel von Jenson Button hat gezeigt, dass er den Job kaum hätte besser erledigen können.
Zukunft des Teams gesichert
Auch Mercedes ist schnell aufgefallen, dass in Brackley gute Arbeit geleistet wird. Nach rund drei Monaten Verhandlungszeit konnte der ehemalige Motorenlieferant die Übernahme von 75,1 Prozent des Rennstalls bekanntgeben. Das neue Team "Mercedes Grand Prix" wird auch weiterhin unter der Führung von Brawn arbeiten. Allerdings wird sich das äußere Erscheinungsbild der Autos ändern. Statt weiß und neongelb werden die Fans 2010 wieder echte Silberpfeile erleben.
"Es war eine unglaubliche Reise in den letzten zwölf Monaten", blickt Brawn zurück. "Und nun haben wir das schließlich das Übernahmeangebot von Daimler und Aabar angenommen, das die Zukunft des Team sicherstellen wird." In der vergangenen Saison konnte sich der Rennstall noch dank der Mitgift von Honda über Wasser halten. In Zukunft zahlt Mercedes die Rechnungen.
Ross Brawn stolz und geehrt
"Ich und meine Direktorenkollegen sind unglaublich stolz auf unsere Mitarbeiter, die Fahrer und alle, die mit dem Team verbunden sind. Wir danken ihnen für ihre Hingabe, ihr außergewöhnliches Teamwork und die Konzentration auf Ergebnisse auch unter manchmal schwierigen Umständen", richtete sich Brawn an seine Belegschaft.
"Im Namen aller bei Brawn GP möchte ich sagen, dass wir uns geehrt fühlen, eine solch prestigeträchtige Marke wie Mercedes Benz in der Formel 1 im kommenden Jahr vertreten zu dürfen. Wir werden das beste tun, um den Glauben in unser Team zu belohnen."





