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Ross Brawn über die 2014er Motoren

"Nachteil für Kundenteams wird größer"

Mercedes F1 V6 2014 Motor Foto: Mercedes 28 Bilder

Teamchef Ross Brawn erwartet, dass Mercedes als Werksteam mit eigener Motorenfabrik 2014 einen großen Vorteil gegenüber den Kundenteams besitzt. Die müssen mit dem arbeiten, was sie geliefert bekommen. Änderungswünsche können nicht berücksichtigt werden.

18.10.2013 Tobias Grüner

Die neuen Motoren für die Formel 1-Saison 2014 sind weiter ein großes Thema im Fahrerlager. Viele Experten erwarten, dass die komplizierten Antriebseinheiten im kommenden Jahr den entscheidenden Unterschied machen werden. Der Fokus des Interesses richtet sich vor allem auf die 3 Hersteller Mercedes, Renault und Ferrari.

Mercedes F1 Motor Prüfstand
Mercedes 2014er F1-Motor im Soundcheck 1:39 Min.

Die wichtgsten Faktoren sind Leistung, Fahrbarkeit und natürlich die Zuverlässigkeit. Aber auch die Unterbringung der Aggregate im Auto könnte eine entscheidende Rolle spielen. Wer hat das kompakteste Paket? Wer kann die im Umfang deutlich gewachsenen Aggregate am effizientesten im Heck unterbringen? Das Problem: Die Kundenteams können die Motoren nicht auf ihre Wünsche anpassen. Die FIA schreibt nur eine Spezifikation pro Hersteller vor.

Mercedes 2014 mit Werksteam-Vorteil

Auf Anfrage von auto motor und sport räumt Mercedes-Teamchef Ross Brawn ein, dass der Vorteil eines Herstellerteams gegenüber den Motorenkunden 2014 größer sein wird. "Wir arbeiten in Brixworth und Brackley zusammen als ein Team, um am Ende das beste Ergebnis aus dem kompletten Auto zu holen - also aus dem Motor und dem Chassis." Als Teamchef muss Brawn die parallelen Entwicklungen in der Motorenfabrik und in der Zentrale des Rennstalls koordinieren.

Brawn zeigt Verständnis für die Situation der Kundenteams, bedauert aber gleichzeitig, dass er daran nicht viel ändern kann. "Wir helfen unseren Kunden mit Informationen soweit es geht. Aber wenn ich ehrlich bin, gibt es da kein großes Mitspracherecht. Unser Programm ist Spitz auf Knopf genäht. Wir haben eine Lösung für uns entwickelt. Daran müssen sich die anderen anpassen."

Krümmer-Anpassung nur in der Theorie

Der einzige Bereich, in dem das neue Reglement Änderungen erlaubt, ist der Krümmer. Theoretisch dürften die Kundenteams den Ansatz der Auspuffrohre am Motor an die Abmessungen des eigenen Chassis anpassen. Doch wie Williams-Technikdirektor Pat Symonds erklärt, ist das in der Praxis nicht durchführbar: "Es gibt leider eine Zusatzklausel, die Modifikationen verbietet, wenn sich dadurch auch die Leistung ändert. Und die ändert sich immer, sobald man die Form des Krümmers ändert. In der Praxis bedeutet das also, dass wir mit dem Mercedes-Paket fahren müssen, so wie es geliefert wird."

Während das Mercedes-Werksteam über die gesamte Entwicklungszeit des neuen Motors aktuelle Daten über die Abmessungen und die zu erwarteten Leistungswerte zur Verfügung hatte, bekam Kunde Williams die technischen Angaben erst mit der Vertragsunterschrift im Mai. Symonds sieht das aber nicht als großen Nachteil. Er vertraut auf die Qualität des Mercedes-Motors.

Brawn will beste Lösung für Mercedes

Ross Brawn bittet bei den Mercedes-Kunden dennoch um Verständnis für die Situation. "Es fehlt einfach die Zeit, mit insgesamt 4 Teams eine gemeinsame Lösung zu entwickeln und Änderungswünsche zu berückstigen. Wir werden natürlich nicht jemanden absichtlich benachteiligen, aber wir arbeiten in Brixworth und Brackley eng zusammen, um für Mercedes die beste Lösung zu finden."

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