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Ross Brawn über Schumacher

"Glaube nicht, dass wir zusammenfinden"

Brawn GP Foto: dpa

Die Medien überschlagen sich und schreiben Michael Schumacher bereits in das zweite Mercedes-Cockpit neben Nico Rosberg. Dagegen sprechen der Ferrari-Vertrag von Schumacher und die Einschätzung von Teamchef Ross Brawn: "Ich glaube nicht, dass wir zusammenfinden.“

23.11.2009 Michael Schmidt

Die "Gazzetta dello Sport" brachte den Stein ins Rollen. Italiens renommierte Sportzeitung schrieb Michael Schumacher in das durch Jenson Buttons Wechsel zu McLaren freigewordene Cockpit beim neuen Mercedes-Werksteam um Teamchef Ross Brawn. Eddie Jordan heizte in England die Gerüchteküche weiter an. Für Michael Schumachers ersten Formel 1-Teamchef steht fest, dass der Rekordweltmeister im nächsten Jahr an der Seite von Nico Rosberg für das Mercedes-Werksteam MercedesGP fahren wird.

Schumacher bei Kartrennen in Las Vegas und Florianopolis

Schumacher selbst sieht sich die Spekulationen aus weiter Ferne an. Am vergangenen Wochenende bestritt er in Las Vegas ein Kartrennen. Kommende Woche nimmt er an einer weiteren Kart-Veranstaltung im brasilianischen Florianopolis teil. Ausrichter ist sein Kumpel Felipe Massa. Auch wenn eine Rückkehr von Schumacher zu seinen ehemaligen Förderern der Wunschtraum vieler deutscher Fans ist, stehen dem Sensations-Comeback einige Hindernisse im Weg.
 
Erstens braucht Schumacher die Freigabe seiner Ärzte. Nur wenn der Nacken stabil ist, so dass er bei einem Unfall keine dramatischen Folgen zu befürchten hat, macht ein Comeback Sinn. Zweitens ist Schumacher an Ferrari gebunden. Der 91-fache GP-Sieger verlängerte im September seinen Ferrari-Vertrag um weitere drei Jahre. Mercedes ist für Ferrari nicht nur auf der Rennstrecke ein Konkurrent. Warum sollte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo seinen besten Botschafter freistellen? Zumal er ihn vielleicht selbst im Formel 1-Cockpit braucht. Ob Felipe Massa seinen Unfall wirklich hundertprozentig weggesteckt hat, wird man erst bei den Testfahrten im Februar 2010 wissen. Dass Ferrari-Testpilot Giancarlo Fisichella kein adäquater Massa-Ersatz ist, haben die letzten fünf Grand Prix dieses Jahres gezeigt.

Teamchef Ross Brawn hat seine Zweifel
 
Auch Ross Brawn gibt sich skeptisch. Das Superhirn der Formel 1 und Schumacher kennen sich zwar aus gemeinsamen Benetton- und Ferrari-Tagen seit 1992, doch beim Thema Schumacher lässt sich Brawn nicht von der allgemeinen Euphorie anstecken. Gegenüber auto motor und sport.de erklärte der 55-jährige Engländer: "Ich habe mit Michael bei einem Bier in Abu Dhabi über seine Pläne gesprochen. Er hat mir gesagt, dass er bei Ferrari nur ein zeitlich begrenztes Comeback gegeben hätte. Wir suchen eine langfristige Perspektive. Deshalb glaube ich nicht, dass wir zusammenfinden."

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