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Ross Brawn

"Wunderreifen gibt es nicht"

Foto: Wolfgang Wilhelm

Ferrari und Bridgestone drehen sich im Kreis. Entweder die Reifen sind schnell, halten aber nicht, oder sie sind beständig und langsam. Bis Ende Mai will die italienisch-japanische Allianz einen Weg aus der Krise finden.

13.04.2005

Ferrari arbeitet zur Zeit mit Hochdruck an der Fehlerbeseitigung des F2005. Getriebeprobleme, Ärger mit Differenzial-Besfestigungen und natürlich das leidige Reifenthema sind die entscheidenden Baustellen. Mit drei Autos testen die Roten zur Zeit auf zwei Rennstrecken, um das Zusammenspiel zwischen Gummi und Auto zu verbessern.

"Es wäre simpel, einfach härtere Reifen zu verwenden. Dann wären wir zu langsam. Deshalb muss Ferrari Bridgestone ein Auto hinstellen, das weiche Gummimischungen länger überleben lässt. Den Wunderreifen gibt es nicht. Es ist eine Kombination aus Auto, Reifen und Abstimmung", doziert Technik-Chef Ross Brawn.

Problemursache Streckenbelag

Nach den Pleiten von Malaysia und Bahrain stellt sich heraus: Die große Hitze war die falsche Fährte bei der Fehlersuche. "Wir haben auch bei 25 Grad ein Problem", gesteht ein Bridgestone-Techniker. Tatsächlich waren es die rauen Streckenbeläge, die die Gummis der Ferrari fraßen.

"Die Eigenschaften eines Asphalts zeigen sich oft erst nach einem Jahr", verrät Streckenarchitekt Hermann Tilke. Der Belag in Bahrain erwischte Ferrari auf dem falschen Fuß. Er war über den Winter deutlich rauer und aggressiver zu den Reifen geworden.

Deadline Ende Mai

Bei den kommenden Rennen in Imola (24.4.) und Monaco (22.5.) sollte sich das Reifenproblem weniger auswirken. Beide Streckenbeläge sind relativ glatt. Ein schwerer Gang wird das dazwischen liegende Rennen in Barcelona (8.5.). Dort ist der Asphalt nicht allzu grob, aber die vielen langezogenen Rechtskurven belasten den linken Vorderreifen über Gebühr.

Spätestens am Nürburgring (29.5.) erwartet Ross Brawn eine neue Reifengeneration von Bridgestone. "In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass man in einem Zeitraum von acht Wochen durchaus reagieren kann", sagt der Engländer.

Alle Hintergründe über Ferraris Reifen-Dilemma und alles weitere Wissenswerte über die Formel 1 finden Sie in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 9, ab 13. April im Handel.

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