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Rubens Barrichello beim GP Singapur

Kampfansage an Mercedes und Renault

Rubens Barrichello Foto: xpb 22 Bilder

Für Williams heißen die Gegner im Kampf um Platz sechs eigentlich Force India und Sauber. Doch Rubens Barrichello kündigt nach seinem sechsten Startplatz nun sogar Mercedes und Renault den Kampf an. Natürlich nicht mehr in der WM-Tabelle, aber doch auf der Rennstrecke.

26.09.2010 Michael Schmidt

Selten hat Rubens Barrichello so gestrahlt wie nach diesem Abschlusstraining in Singapur. Völlig abgekämpft lachte er über sein ganzes breites Gesicht. Ein sechster Startplatz ist für den Brasilianer, der schon 14 Mal auf der Pole Position stand, eigentlich keine ungewöhnliche Sache. Doch die Trainingsleistung von Singapur war etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil Barrichello hinter den fünf WM-Kandidaten mit nur drei Zehntel Rückstand auf Mark Webber der Schnellste war. Sondern auch, weil man diese Formsteigerung dem Williams FW32-Cosworth nach dem schwachen Saisonbeginn nicht mehr zugetraut hatte.

Und Barrichello ist ein Teil des Aufschwungs, wie auch Teamkollege Nico Hülkenberg zugibt. "Wenn Mercedes und Renault in den letzten vier Rennen keine großen Entwicklungsschritte mehr bringen, kann ich mit ihnen auf Augenhöhe kämpfen", sagt Rubinho den beiden Werksteams den Kampf an.

Nur Barrichello bekommt neuen Unterboden

Die letzte große Ausbaustufe des Williams FW32 ist wie schon die Modifikationen zuvor voll eingeschlagen. Barrichello lobt: "Seit die Aerodynamiker die Charakteristik des Autos dorthin entwickeln, wo Nico und ich es uns wünschen, geht es aufwärts." Barrichello genoss als Teamkapitän gegenüber Hülkenberg den Vorteil des neuen Unterbodens. "Macht zwei Zehntel Vorteil", gab der Rekordteilnehmer kurz vor dem Start zu seinem 300. Grand Prix zu.

Den neuen Frontflügel hatten beide Williams-Piloten am Auto. Barrichellos Rundenzeit ist umso bemerkenswerter, da er sie mit Benzin für sechs Runden im Tank gefahren ist. Damit war sein Auto um sieben Kilogramm schwerer als nötig. "Eigentlich sollte ich im ersten Versuch nur die Bremsen anfahren und ein Gefühl für die Strecke bekommen. Dann lief es aber so super, dass ich den Jungs am Funk gesagt habe: Ich bleibe draußen. Das hat sich ausgezahlt."

Barrichello: "Singapur schwieriger als Monaco"

Singapur zählt nach Einschätzung von Barrichello zu den schwierigsten Strecken im Kalender, schwieriger noch als Monte Carlo. "Es ist fast unmöglich, alle 23 Kurven optimal zu erwischen. Der Grip vom Belag ist ziemlich gering. Und du fährst wegen der hohen Belastung für die Bremsen mit Belägen und Scheiben, die für eine Runde im Training eigentlich ungeeignet sind."

Barrichello wird den WM-Fünfkampf als Sechster der Startaufstellung in erster Reihe miterleben. Zurückstecken gilt nicht. "Nicht fünf Rennen vor Ende der Saison. Mark Webber ist mein Kumpel, aber ich werde ihn nicht vorbeiwinken. Wir brauchen selbst jeden Punkt."

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