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Williams F1 auf dem Vormarsch

Barrichello bläst zur Jagd auf Force India

Hülkenberg und Sutil Foto: xpb 15 Bilder

In der WM-Tabelle hat Force India doppelt soviele Punkte wie Williams. Trotzdem glaubt Rubens Barrichello, dass Williams seinen Gegner im Kampf um Platz sechs noch einholen kann. Nach Barrichellos viertem Platz in Valencia macht sich in Grove neue Hoffnung breit.

07.07.2010 Michael Schmidt

Es ist ein ehrgeiziges Vorhaben. Force India hat nach neun von 19 Grand Prix 43 Punkte auf dem Konto. Williams liegt mit 20 Zählern deutlich dahinter. Eigentlich wollte der Traditionsrennstall aus Grove in diesem Jahr die Mittelfeld-Wertung gewonnen. Doch dazu ist Renault mit 89 Punkten schon zu weit enteilt.

Deshalb wäre Platz sechs im Konstrukteurspokal bereits ein Erfolg. Doch auf dem liegt derzeit Force India mit mehr als doppelt so vielen Punkten. Rubens Barrichello glaubt trotzdem, dass Williams noch aufholen kann. Sein vierter Platz von Valencia gibt dem Team Mut. Auch Nico Hülkenberg lag beim GP Europa auf Punktekurs, bis ihn ein gebrochener Auspuff aus dem Rennen warf.

Williams-Fortschritt deutlich erkennbar

Barrichellos Ritt auf Rang vier deutete an, dass es mit Williams technisch vorwärts geht. In Silverstone wird die Runderneuerung des FW32 abgeschlossen sein. Das Debüt des F-Schachts und ein neuer Diffusor haben in Valencia einen deutlichen Aufwärtstrend erkennen lassen. Beide Autos qualifizierten sich in den Top Ten. Der eine mit, der andere ohne F-Schacht. Was die Vermutung bestärkt, dass der eigentliche Fortschritt im Diffusor lag.

Außerdem erfüllt jetzt auch die neue Getriebeübersetzung ihren Zweck. So wird das Leistungsloch gefüllt, dass der Cosworth V8 bei 14.000/min hat. Die neuen Motorkennfelder helfen nur bedingt, wie Barrichello erklärt: "Damit kannst du das Problem antizipieren und in einen anderen Bereich transferieren, aber nicht lösen. Das geht nur mit der Übersetzung."

Barrichello hofft auf Silverstone-Update

Die aerodynamische Schwachstelle des Williams FW32 war das Heck. "Da fehlte in langsamen Kurven der Grip, weil wir hinten nicht genügend hoch fahren konnten", verrät Barrichello. "Die jüngsten Modifikationen im Aerodynamikbereich haben die Abtriebscharakteristik verändert." Wenn in Silverstone der Auspuff nach Vorbild von Red Bull auf den Diffusor bläst, hat man noch mehr Spielraum mit der Bodenfreiheit.

"Ich erwarte mir mindestens fünf Zehntel, vielleicht sogar mehr", übt sich der Brasilianer in Optimismus. "In Silverstone sollte auch unser F-Schacht noch besser funktionieren. Der Gewinn in Valencia lag bei zwei km/h, und den haben wir umgehend in mehr Abtrieb umgemünzt." Trotzdem bleibt der dienstälteste Formel 1-Pilot auf dem Teppich: "Erst Silverstone wird uns zeigen, wo die Autos wirklich stehen. Valencia ist von den Kurventypen her zu einseitig. In Silverstone gibt es alle Arten von Kurven. Wenn wir hier unsere Vorstellung von Valencia bestätigen können, bin ich bereit wirklich an einen Fortschritt zu glauben."

Force India unter Druck von Williams

Unter der Vorraussetzung, dass die Prognosen der Simulationen stimmen, könnten Barrichello und Hülkenberg den Force India vielleicht doch noch gefährlich werden. Noch so ein Resultat wie in Velancia, und schon gerät der Gegner richtig unter Druck. "Die entwickeln auch weiter, deshalb wird es schwierig sein, uns vor sie zu setzen", wirft Hülkenberg ein. Deshalb werden die nächsten zwei Rennen für Williams eminent wichtig. Force India bringt erst in Budapest wieder eine größere Ausbaustufe.

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